Hermsdorfer Kartsportler dürfen Platz weiter nutzen

Hermsdorf.  Die Fronten zwischen den Anwohnern und dem Verein verhärten sich. Noch kein Ausweichplatz gefunden.

Der neu gewählte Vorstand mit (von links) Gerd Pustal und Robert Schütze und Melanie Schünzel und Mario Vavris und Jens Schütze und Diego Fernandez Jahreshauptversammlung des ADAC MC "Holzland" Hermsdorfer Kreuz im Vereinshaus in Hermsdorf Kart Kartsportler.

Der neu gewählte Vorstand mit (von links) Gerd Pustal und Robert Schütze und Melanie Schünzel und Mario Vavris und Jens Schütze und Diego Fernandez Jahreshauptversammlung des ADAC MC "Holzland" Hermsdorfer Kreuz im Vereinshaus in Hermsdorf Kart Kartsportler.

Foto: Jens Henning

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Die Jahreshauptversammlung beim ADAC-Ortsclub des Motorsportclubs (MC) Holzland Hermsdorfer Kreuz am Mittwochabend im Vereinshaus in Hermsdorf war eine Stunde alt, da stellte Vorstandsmitglied Jens Schütze dem Hermsdorfer Bürgermeister Benny Hofmann die entscheidende Frage. „Wie sieht es jetzt aus, Benny? Dürfen wir unseren Platz weiternutzen oder nicht? Wir brauchen eine Antwort.“

Das Stadtoberhaupt sagte: „Na klar. Es muss weitergehen. Auch wenn ich mir jetzt wieder Beschwerden einhandle von den Anwohnern“, sagte Hofmann.

Seit dem 3. Juli 2019 hatte sich die Situation auf dem Trainingsplatz der Kart-Sportler am Bahnhof zugespitzt. Im Briefkasten von Jens Schütze lag ein Beschwerdebrief, der war unterschrieben von mehreren Anwohnern.

Auslöser war ein Unfall am 28. Juni. Ein Kart-Fahrzeug knallte gegen einen angrenzenden Holzschuppen und beschädigte das Häuschen im unteren Teil. Die Liste der Vorwürfe im Beschwerdebrief war lang. Sie reichte von der fehlenden Sicherheit der Eltern, die ihren Kindern bei ihrer Freizeit-Beschäftigung zuschauen, bis hin zu einer Lärmbelästigung, die zwischen 70 bis 90 Dezibel liegen soll, wenn die Karts auf dem Trainingsplatz unterwegs sind. Jens Schütze war in den vergangenen Monaten nicht untätig. „Ich habe bestimmt über zehn Chefs von Firmen in Hermsdorf persönlich angesprochen, ob sie einen Teil ihres Geländes unseren Sportlern als Trainingsplatz zur Verfügung stellen könnten. Die Gespräche begannen alle zuversichtlich. Die Leute waren alle aufgeschlossen gewesen. Sobald es aber um das Thema möglicher Versicherungsfragen ging, bekam ich von allen ein Nein“, sagte Schütze.„Mit Stand jetzt haben wir keinen anderen Platz gefunden“, sagte der MC-Vertreter. Eine Option gibt es noch. „Ich kann aber dazu noch nichts sagen. Die Person, mit der ich gesprochen habe, muss unser Anliegen erst noch der Geschäftsführung vorbringen. Das kann schon einige Tage dauern.“

Robert Schütze, Jugendleiter und Trainer im Verein, erklärte, dass der Trainingseinstieg für den 14. März geplant ist. „Nach der Umstellung auf Sommerzeit wollen wir auch am Dienstag und Donnerstag trainieren.“ Die Fronten zwischen den Anwohnern und den Sportlern haben sich verhärtet. „Zwei Frauen machen ständig Fotos. Ich bin bei fast jedem Training gewesen. Ich habe unzählige Diskussionen geführt mit den Anwohnern“, sagte der Vereinsvorsitzende Mario Vavris.

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