Hilfe in Stadtroda für hochsensible Menschen

Stadtroda.  Heilpraktikerin Ina Knorr eröffnet am Mittwoch ihr „Fitnessstudio für die Seele“.

Ina Knorr aus Stadtroda ist auf dem Gebiet der Psychotherapie tätig.

Ina Knorr aus Stadtroda ist auf dem Gebiet der Psychotherapie tätig.

Foto: Jens Henning

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Jetzt es raus, wie die Räume der ehemaligen Sparkasse am Neumarkt in der Schönen Aussicht in Stadtroda weiter genutzt werden.

Ina Knorr (56) aus Stadtroda, die seit 2005 in der Knorr Lärmschutz GmbH für die Bereiche Buchhaltung und Personalabrechnung tätig ist, eröffnet Mittwoch Nachmittag das „Fitnessstudio für die Seele“.

Zwei Jahre lang besuchte sie neben ihrer Arbeit die Paracelsus-Schule in Jena. Im Mai 2018 bestand sie die Prüfung als Heilpraktikerin, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie. Dass die studierte Ingenieur-Ökonomin und gelernte Bankkauffrau im Jahr 2020 den Sprung in die Selbstständigkeit wagt, hätte sie sich vor einigen Jahren nicht träumen lassen.

Eigenschaft gut zuzuhören

„Schuld war unsere Hündin Bella, eine deutsche Schäferhündin, die aber schon einem Wolf sehr ähnelt“, sagte Knorr. Mit der heute fast acht Jahre alten Vierbeinerin durchlebte sie alle Höhen und Tiefen einer Beziehung Mensch-Hund. „In dieser Phase habe ich erkannt, dass ich hochsensibel bin. Ich habe mich zu dem Thema belesen. Als ich dann von vielen älteren Frauen in der Gerontopsychiatrie im Asklepios-Klinikum gesagt bekam, dass es schade ist, dass es nicht mehr Frauen wie mich gibt, die die Fähigkeit haben, zuzuhören, kam mir die Idee mit der Ausbildung“, sagte die 56-Jährige. Bis Juni 2021 läuft erst einmal der Mietvertrag als Untermieterin der Sparkasse. „Es gibt Untersuchungen, da spricht man von 20 Prozent der Bevölkerung, die als hochsensibel gelten. Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie besonders stark ausgeprägte Sinnesorgane haben, dass sie besonders sensibel sind, dass sie beispielsweise auch starke Gefühle haben.“ Diese Menschen, mit dem Begriff Patient tut sich Ina Knorr noch schwer, will sie auf ihren Weg begleiten durch verschiedenen Formen. Denn: Hochsensible Menschen sind anfälliger für Angstzustände, für Depression und für Burnout.“

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