In Glückshausen regieren die Kinder

Nickelsdorf  Über 100 Schüler aus Crossen, Milda und Rothenstein feiern in Nickelsdorf das Interkulturelle Kinderfest

Emma, Jolanda (rechts) und andere Kinder malten Friedensbotschaften. Das Gelände des Rittergutes verwandelte sich gestern in eine Kinderstadt, in der die Schüler verschiedene Tätigkeiten annehmen konnten, um Glückstaler zu verdienen, die sie im Kaufmannsladen ausgeben konnten. 

Emma, Jolanda (rechts) und andere Kinder malten Friedensbotschaften. Das Gelände des Rittergutes verwandelte sich gestern in eine Kinderstadt, in der die Schüler verschiedene Tätigkeiten annehmen konnten, um Glückstaler zu verdienen, die sie im Kaufmannsladen ausgeben konnten. 

Foto: Susann Grunert

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Über 100 Schüler aus den Grundschulen von Crossen, Milda und Rothenstein feierten gestern das 12. Inter­kulturelle Kinderfest in Nickelsdorf. „Zum 30. Jubi­läum der UN-Kinderrechts­konvention steht das diesjährige Kinderfest im Zeichen der zehn wichtigsten Kinderrechte“, sagte Gebiets­jugendpfleger Bastian Berger, der den Tag federführend organisierte. Um am Kinderfest teilnehmen zu können, hatten sich alle Schulen zuvor mit einem Beitrag zum Thema Kinderrechte beworben.

Erneut verwandelte sich das Gelände des Rittergutes in eine Kinderstadt, in der die Kleinen das Sagen hatten. Für die Lehrer galt: Zutritt verboten. Auf dem „Arbeitsamt“ konnten sich die Schüler verschiedene Tätigkeiten aussuchen, um Glückstaler zu verdienen.

Eddi aus Crossen führte zum Beispiel Regie beim stadteigenen Radiosender, der erneut vom Team des Jugendzentrums Wasserturm betreut wurde. „Achtung, eine Durchsage, beim Hüttenbau werden noch Arbeitskräfte gesucht.“

Im Kaufmannsladen konnte man seine hart verdienten Taler für selbst gebastelte Türschilder, Buttons oder handgemachtes Badesalz loswerden.

Jede Station war mit einem Kinderrecht verknüpft. Das Recht auf Gesundheit etwa spielte bei Patricia Hasse vom DRK-Kreisverband eine Rolle, indem sie und Gregor Bergner als ehrenamtlicher Helfer den Schülern die stabile Seitenlage beibrachten. Auch das richtige Anlegen von Verbänden wurde gezeigt, und eine Tour durch den Krankenwagen – Sirenengeheul inklusive – fehlte auch nicht.

Das Recht auf Freizeit und Erholung ließ sich im „Vergnügungspark“ wunderbar umsetzen. Der Kreissportbund hatte einen Fitnessparcours aufgebaut, auf der Picknick-Insel und im Café klang der Arbeitstag der Kinder gemütlich aus.

Ellen Liedtke, die seit wenigen Wochen die Gebietsjugendpflege für den Raum Heideland, Elstertal, Schkölen, Dornburg-Camburg und Bürgel verstärkt, betreute auf der Tenne eine Ausstellung zu den Kinderrechten. „Die Kinder können sich ein Recht aussuchen und ein Bild dazu malen.“ Elina und Luna aus Milda hatten ihr Recht auf eine eigene Familie zum Beispiel als bunte Collage gestaltet. Die Bilder sollen auf festen Ausstellern auch später zu Veranstaltungen wie dem Kinderaktionstag im September in Schkölen über Kinderrechte informieren.

Grundschüler aus Crossen hatten das 12. Interkulturelle Kinderfest in einer Arbeitsgruppe mit vorbereitet. So entstanden unter anderem verschiedene Figuren, durch die man seinen Kopf stecken und so in verschiedene Rollen schlüpfen konnte – „das symbolisiert das Recht auf Gleichbehandlung“, erklärt Bastian Berger.

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