Inzwischen 15 Mitstreiter beim Projekt „Verrückt? – Na und!“ im Saale-Holzland-Kreis

Stadtroda  Die Regionalgruppe Saale-Holzland freut sich über weitere Unterstützung.

Mentorin Veronika Walther-Koch (rechts)

Mentorin Veronika Walther-Koch (rechts)

Foto: Andras Schott

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„Wir sind inzwischen ziemlich gut aufgestellt“, freut sich Veronika Walther-Koch. Die ehemalige Mitarbeitende des Asklepios Fachklinikums Stadtroda koordiniert auch von zu Hause aus weiterhin die Regionalgruppe Saale-Holzland-Kreis des Projekts „Verrückt? – Na und!“.

Ziel des Projekts ist es, einfache und wirksame Wege zur Stärkung der seelischen Gesundheit aufzuzeigen, um Krisen besser meistern und den Schulerfolg langfristig zu fördern. Im Rahmen der durch die Broermann-Stiftung finanzierten Veranstaltungsreihe des Vereins „Irrsinnig Menschlich e.V.“ veranstalten die Moderatoren regelmäßig Projekttage in Schulen.

Gruppe völlig neu im Kreis aufgebaut

„Fünfzehn Aktive haben wir inzwischen“, freut sich Veronika Walther-Koch, die die Gruppe nach dem Tod ihrer früheren Mitstreiterin Kerstin Hecker gemeinsam mit Katharina Rempke vom Gesundheitsamt Saale-Holzland-Kreis neu aufgebaut hat. Neben Veronika Walther-Koch und Katharina Rempke gehören der Regionalgruppe acht Fachexperten an, die die Schulprojekte moderieren, darunter Stephanie Fiebig vom Asklepios Fachklinikum Stadtroda sowie mehrere Schulsozialarbeiter, ein Mitarbeitender der Christlichen Vereinigung junger Menschen (CVJM), eine Freiberuflerin und eine Mitarbeitende vom Landratsamt.

„Sehr froh sind wir, zudem fünf Experten in eigener Sache gewonnen zu haben“, freut sich die Koordinatorin. Bei ihnen handelt es sich um Menschen, die selbst seelisch erkrankt sind und im Rahmen der Schulprojekte sehr persönlich über ihr Schicksal und den Umgang mit ihrer Erkrankung berichten. Für die Schülerinnen und Schüler ist die Begegnung mit den Experten in eigener Sache in aller Regel eine sehr emotionale Angelegenheit, erfahren sie doch aus erster Hand die Problemlagen.

„Das Jahr 2018 war für uns sehr erfolgreich. Wir waren bei zwölf Projekten an Regelschulen, Gymnasien und der Fachschule für Landwirtschaft präsent – und das in einem Einzugsbereich von Crossen an der Elster bis Dorndorf-Steudnitz“, sagt Walther-Koch, die es immer wieder überrascht, wie groß der Saale-Holzland-Kreis ist.

Teammitglieder machen ihre Sache richtig gut

„Richtig gut“ machen ihre neuen Teammitglieder ihre Sache, findet Veronika Walther-Koch: „Ich war als Mentorin mehrfach mit in den Klassen gewesen, und mein Eindruck ist, dass alle eine sehr gute Arbeit leisten, Jede und Jeder individuell für sich. Es ist insgesamt eine voll motivierte Truppe“, sagt sie. Weitere Interessenten sind gern willkommen. Potenzielle neue Mitstreiter und Schulen, die gern Projekttage durchführen möchten, erreichen Veronika Walther-Koch künftig zu Hause.

Kontakt und Informationen unter (036426) 50 224 und vw-walther-koch@web.de

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