Jugendclub in Weißenborn bereitet 40-jähriges Jubiläum vor

Weißenborn  40 Jahre auf dem Club-Buckel: Der Weißenborner Jugendclub „Emma Krempoli“ feiert sein Jubiläum mit einem dreitägigen Fest Anfang September.

Schmuck gemacht haben sich die Jungs vom Jugendclub „Emma Krempoli“ für den Treff mit der Zeitung. Eigens dafür hatten sie sich das Jubiläums-Shirt „40 Jahre Weißenborner Jugendclub“ übergestreift. Munter plaudernd berichteten sie über das Programm, das sie für das Fest vom 6. bis 8. September zum 40-jährigen Jubiläum aufgestellt haben. Das werde wieder einmalig, denn jedes der zahlreich stattgefundenen Feste habe Eindruck hinterlassen. „Das wird auch diesmal nicht anders sein“, ist Marcus Eckardt felsenfest überzeugt. Dem können die Jungs und Mädchen nur zustimmen. Seit März vergangenen Jahres führt Eckardt die Vereinsgeschicke als Clubchef, dem 36 Mitglieder angehören.

Die Vorbereitungen für die Jubiläumstage haben schon vor zwei Jahren begonnen, als man die ersten Bands für das Festwochenende angesprochen habe, so René Meinelt. Jetzt gehe es noch um Feinarbeiten, und in der Woche vor den Feierlichkeiten gibt es den letzten Feinschliff, skizziert Max Berndt, er ist der stellvertretende Vorsitzende, den Vorbereitungsstand. Flyer werden in den kommenden Tagen verteilt und Plakate im Umland aufgehangen, so Michael Jäger, der lange Jahre den Clubvorsitz inne hatte.

40 Jahre Jugendclub seien wohl wahr eine lange Zeit, gestehen die heutigen Mitstreiter. Warum der Club überhaupt so lange durchgehalten habe, fragt der Reporter. Der Zusammenhalt im Ort sei hoch und das Interesse, den 1979 gegründeten Club am Laufen zu halten, seien die Hauptgründe, dass er heute noch existiert. Schon von Anfang an wollte man etwas für die Jugendlichen bieten und somit die Gemeinschaft fördern. Kooperationen mit dem Kindergarten und der Schule gehörten stets zur Philosophie des Clubs. „Die vielen Arbeitseinsätze, um gemeinsam etwas zu verschönern oder Neues zu schaffen, die schweißen zusammen. Und die Türen des Clubs stehen täglich offen, wer will, schaut einfach vorbei“, meint Max Berndt.

Das es den Jugendclub bis heute gibt, hänge auch damit zusammen, dass einstige Aktive heute noch immer wieder gern vorbeischauen. Und der eine oder andere aus der älteren Generation, die einst ihre Jugendzeit im Club „Emma Krempoli“ verbrachten, ist auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. Vereinschef Marcus Eckhardt sei das beste Beispiel dafür. Des Berufes und der Liebe wegen sei er einst ausgezogen und erst 2017 wieder nach Weißenborn zurückgekehrt.

Chronik erscheint zum Clubjubiläum

Aber auch die jüngere Generation kann sich für den Club begeistern. Jüngstes Mitglied ist Finn Dämmrich. Der 14-Jährige ist in diesem Jahr in den Club aufgenommen worden. „Jugendliche können nach der Jugendweihe bei uns Mitglied werden“, erklärt Max Berndt.

Und manch einer, so wie der Reporter, fragt sich, wie der Club einst auf seinen Namen kam. Als 1978/79 der Jugendclub entstand, eine aufgestellte Bretterbude auf dem Sporplatz war der erste Treff, ergab sich auch die Namensnennung spontan. Eine Serie im Westfernsehen namens Krempoli, die in etwa das gleiche Anliegen widerspiegelte, wie es die Weißenborner Jugendlichen teilten, war der Namensgeber für den Club. Und „Emma“ sei wohl eine Filmfigur in der TV-Serie gewesen, mutmaßt man heute in Clubkreisen. Auskunft über die Geschichte des Jugendclubs, der sich im Januar 1992 als Verein gründete, gibt auch eine knapp 50 Seiten starke Chronik, die zum Jubiläum erscheinen soll. In der Lektüre enthalten sind zahlreiche Anekdoten, die Geschichte des Clubs und Bilder aus den letzten vier Jahrzehnten.

Wie lange es den Jugendclub noch geben wird, hänge von den Mitstreitern ab. „Wir denken eigentlich nur von Jahr zu Jahr“, gesteht Max Berndt.

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