Meine Meinung

Keine Zeit für Lockerungen

Angelika Munteanu über eine kleine Hoffnung für Weihnachten

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Foto: Marcus Schulze

Die Hoffnung, dass der Dezember nach dem November-Lockdown kleine Lockerungen mit sich bringen könnte, hatten viele. Statt Fitnessstudio und Sport im Verein bleiben in den nächsten Wochen weiterhin nur der Hometrainer und die Yogamatte zu Hause. Beispielsweise. Und die noch verschärfte Maskenpflicht nun schon vor den Läden und die ständig beschlagene Brille können einem das Einkaufen eigentlich nur verleiden. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Allerdings: Realistisch betrachtet, sieht die Corona-Lage im Saale-Holzland wie auch anderswo nicht entspannt aus. Im Gegenteil. Die täglich gemeldete Zahl der Infizierten ist gleichbleibend hoch. Schulen haben sich als die neuen Hotspots herauskristallisiert. Es wurde Zeit, dass der Bildungsminister die Ampel auf Gelb geschalten hat – auch wenn die Unterrichtsbedingungen so nicht lustiger werden.

So mancher, der tatsächlich an Covid 19 erkrankt, laboriert noch Wochen und Monate später an den Folgen, auch wenn er den Virus längst wieder los ist. Schutz und Rücksicht auf andere sind also angesagt. Bedenklich zudem ist die sprunghaft gestiegene Zahl der Kreisbewohner in Quarantäne. Bei fast 1000 Menschen legt das viele Bereiche fast lahm – wie die Schule in Crossen und jetzt sogar das Gesundheitsamt. Doch die Hoffnung bleibt wenigstens auf Lockerungen zu Weihnachten.

Komplette Grundschule Crossen in Quarantäne