Meine Meinung

Kiesabbau in Ahlendorf: Nicht umsonst gekämpft

Betroffene sehen den Ausgang des Raumordnungsverfahrens zum Vorhaben vielleicht als Niederlage an, sie sind aber trotzdem gehört worden.

Susann Grunert, Redakteurin in der OTZ-Lokalredaktion Eisenberg

Susann Grunert, Redakteurin in der OTZ-Lokalredaktion Eisenberg

Foto: Florian Girwert

Der geplante Kiesabbau bei Ahlendorf wird immer wahrscheinlicher. Über 40 Stellungnahmen hat das Landesverwaltungsamt als Entscheidungsträger zum geplanten Abbau durchgearbeitet. Nun kommt es zu dem Schluss, dass das Vorhaben zumindest aus landesplanerischer Sicht in Ordnung geht.

Allerdings ist das kein Persilschein für die Firma LZR-Baur-Beton, denn die Erfurter Behörde hat eine ganze Reihe von Maßgaben und Hinweisen an ihre Entscheidung geknüpft, die im nun folgenden Genehmigungsverfahren beachtet werden müssen. So muss in puncto Immissionsschutz mit einem Gutachten nachgewiesen werden, dass sich das Vorhaben nicht negativ auf die Umwelt auswirkt. Der geplante Wegeausbau und der Abtransport der Produkte darf zudem nicht zu wesentlichen Beeinträchtigungen des historischen Floßgrabens führen. Rad-, Wander- und Wirtschaftswege im Elstertal müssen - bis auf kurzfristige Sperrungen - zugänglich bleiben. Und auch die aktuelle Hochwasserschutzplanung an der Weißen Elster im Bereich Crossen/Ahlendorf soll berücksichtigt werden.

So mancher Betroffener wird die Entscheidung des Landesverwaltungsamtes als Niederlage ansehen. Die Zustimmung unter Vorbehalt zeigt aber meiner Meinung nach, dass die Bedenken in Erfurt gehört worden sind.

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