Meine Meinung

Letzte Reise um die Welt

Ute Flamich
Ute Flamich

Ute Flamich

Foto: Peter Michaelis / TLZ

Ute Flamich über eine Gedenkfeier für einen jungen Mann.

Kaum vorstellbar ist, wie unglaublich schwer der Weg sein muss, den Kevins Familie, Kevins Mutti, am 13. Juni gehen muss. Am Sonntag wird sie ihren Sohn an der Raststätte Teufelstal Nord an der Autobahn 4 in Richtung Erfurt für immer verabschieden. Auf Höhe der Raststätte verlor der 28-Jährige am 26. April dieses Jahres sein Leben bei einem schweren Lkw-Unfall. – Mit einer öffentlichen Gedenkfeier will die Familie Kevin noch einmal in die Herzen der Menschen bringen. Die Mutti des Verkehrsopfers wünscht sich, ihren Sohn auf diese Weise noch einmal um die Welt reisen zu lassen, da die Fernfahrt sein Leben war. Um diesen Wunsch zu erfüllen, leistet ein Organisationsteam im Hintergrund Großartiges: Ab spätestens 12.45 sind die Unterstützter vor Ort. Ein Shuttle-Service ist eingerichtet um zu vermeiden, dass zu viele Autos die Raststätte blockieren. Ab 13 Uhr stehen Einweiser, Blumenverantwortliche, Ansprechpartner, Trauerbegleiter, Ersthelfer und ein Arzt vollumfänglich zur Verfügung. Ein Sicherheitsdienst ist engagiert, ebenso ein Dolmetscher für Lkw-Fahrer, die sich aufgrund des Sonntagsfahrverbotes auf dem Rastplatz befinden. Ein wahrlich würdiger Abschied ist geplant für einen jungen Mann, der viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.