Meine Meinung: Die lieben Nachbarn

Angelika Munteanu über mehr Mut zu neuen Ideen.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg.

Foto: Marcus Schulze

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Ginge es nach den Erfordernissen der Zeit, dann müsste eigentlich Hochbetrieb am Eisenberger Bahnhof herrschen mit Reisenden und Gütern aller Art. Zwar will sich Deutschland jetzt wieder auf die Schiene besinnen. Von der Gleisanbindung in Eisenberg hat sich die Bahn jedoch offenbar auf Dauer vor 22 Jahren verabschiedet.

Dem alten, denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude ohne Gleisanschluss und dem inzwischen dicht begrünten Gelände rundum will eine Wohngemeinschaft neues Leben mit alternativen Wohnideen einhauchen. Während in Metropolen Wohnalternativen im Loft oder Hausboot total in sind und kaum für Verwunderung sorgen, ist das Projekt der ENTGLEIST GmbH mit Wohnen im Wagen am Bahnsteig in der holzländischen Provinz bei Einzelnen zunächst auf Skepsis gestoßen. Unter Nachbarn im weiten Sinne wird ganz genau hingeguckt, wenn sich in der Stadt Ungewohntes tut – und notfalls auch vorsorglich angezeigt.

Jetzt werden die Wogen geglättet. Anstatt übereinander zu reden, haben die Gespräche miteinander begonnen. Und siehe da: Die Bahnhofsbewohner wollen gar nichts Böses, sie halten das Gebäude nicht einmal besetzt, denn sie besitzen es längst. Und im Verbund mit den strategischen Planungen der Stadt sollte ein Happy End am alten Bahnhof eigentlich vorgezeichnet sein.

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