Meine Meinung: Es braucht mehr

Luise Giggel, Lokalreporterin im Saale-Holzland

Luise Giggel, Lokalreporterin im Saale-Holzland

Foto: Lutz Prager

Luise Giggel über notwendigen gesellschaftlichen Wandel.

Alle drei Tage wird in Deutschland statistisch gesehen eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. 80 Prozent der Opfer häuslicher Gewalt sind Frauen. Darauf soll der heutige Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam machen. Die Kampagne der Thüringer Gleichstellungsbeauftragten zeigt täglich unter anderem die rund um die Uhr erreichbare Hilfetelefonnummer. Auch das soll zur Aufklärung in der Gesellschaft beitragen, sagt Silva Fricke, Gleichstellungsbeauftragte im SHK.

Es reiche jedoch nicht, sich nur zum 25. November mit dem Thema zu befassen. Seitens der Politik müssten beispielsweise Frauenhäuser mehr gefördert werden. Das alles ist richtig und wichtig. Das Problem von Gewalt gegen Frauen und Femiziden zu bekämpfen, ist jedoch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es braucht neben Opferschutz auch Prävention, die sich nicht an junge Mädchen und Frauen richtet – á la „Zieh keinen kurzen Rock an und pass auf dein Getränk auf“, sondern auch an Jungs und Männer: Wende niemals Gewalt an und Nein heißt Nein. Denn Opfer sind nie schuld an Gewalt.