Meine Meinung: Lehrling dringend gesucht

Susann Grunert über dringende Imagepflege für das Handwerk.

Susann Grunert arbeitet als Redakteurin für die Lokalredaktion Eisenberg.

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Foto: Florian Girwert

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Der Fachkräftemangel macht vor keiner Branche Halt, für kleinere Handwerksbetriebe wie den von Uwe Mimietz hängt am Personal aber meist die ganze Existenz. Denn an mangelnden Aufträgen habe er in den vergangenen 20 Jahren nie gelitten, an fähigen Mitarbeitern schon häufiger.

Ein Stück weit hat es jeder Chef ja selbst in der Hand, dass sich sein Personal wohlfühlt und im Unternehmen bleibt, durch ein gesundes Arbeitsklima und faire Bezahlung. Doch zunächst muss der Nachwuchs dazu bewegt werden, sich für eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden.

Diese Weichen werden in der Schule gestellt, weiß der Obermeister der Innung für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik für Jena und den SHK, Lutz Küfner: „Diejenigen, die sich für das Gymnasium und das Abitur entscheiden, sind meist für uns schon verloren“, meint er. Ein Studium mit der Aussicht auf eine Akademiker-Laufbahn sei einfach attraktiver, das werde zumindest vermittelt.

Dabei seien die Aufstiegschancen für Absolventen im Handwerk mitnichten schlechter als für diejenigen, die an einer Hochschule lernen. Denn wer zum Beispiel seinen Meister schafft, der hätte einen Abschluss, der auf Bachelor-Niveau rangiert. Das Handwerk muss attraktiver werden, sonst werden Jubiläen wie das von Uwe Mimietz immer seltener.

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