Meine Meinung: Nicht der Weisheit letzter Schluss

Angelika Munteanu über den ungenügenden Druck auf die Politik beim Thema Kindergärten.

Angelika Munteanu, OTZ-Lokalredaktion Eisenberg.

Angelika Munteanu, OTZ-Lokalredaktion Eisenberg.

Foto: Marcus Schulze

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Damit Eltern verstehen, warum sie welche Beitragshöhe für die Betreuung ihrer Kinder in Kindergärten zu bezahlen haben, müssten sie am besten ein Betriebswirtschaftsstudium absolvieren. Die Rechnerei der Zahlen, die die Kommunen, das Land und oftmals ein freier Träger zu verantworten haben, ist kompliziert. Zwar hat der freie Träger Arbeiterwohlfahrt den Eltern und Gemeinderäten in Hainspitz – wie auch anderswo – versucht das Zahlenwerk plausibel zu machen. Die Missstimmung darüber, dass sie künftig tiefer in die Tasche greifen müssen, bleibt jedoch bei den Eltern. Bei aller Erleichterung mit einem zweiten beitragsfreien Kita-Jahr. Und bei allem Verständnis dafür, dass Kindergärtnerinnen ordentlich bezahlt werden müssen und zusätzliche Fachkräfte für die Kinderbetreuung nötig sind. Das warf zugleich die Frage auf: Werden sich zusätzliche Kindergärtnerinnen finden, wenn pädagogische Fachkräfte knapp sind und die Bedingungen für die Ausbildung nicht die besten? Aus Sicht von freien Trägern, Gemeinden und auch Eltern sind die Neuerungen im Thüringer Kita-Gesetz deshalb nicht der Weisheit letzter Schluss. Doch der Druck von unten auf die Landespolitik, bessere Ausbildungsbedingungen für Kindergärtnerinnen zu schaffen, der bleibt bislang aus.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.