Meine Meinung: Teilnahme und Teilhabe

Martin Schöne über Partizipation.

Martin Schöne

Martin Schöne

Foto: Marco Kneise

Für den Lokalreporter ist der Besuch von Gemeinde- und Stadtratssitzungen Arbeitsalltag. Meist handelt es sich dabei nicht unbedingt um Publikumsmagneten. In der Regel bleibt die Zahl der Zuschauer eher im überschaubaren Bereich. Das ist schade, denn trotz des manchmal durchaus etwas dröge wirkenden Formats, wird in den Ratssitzungen fast immer Wesentliches für die weitere Entwicklung der eigenen Kommune besprochen, beraten oder entschieden. Wenn ich an den Begriff „Demokratie“ denke, habe ich meist eher solche Gremien vor Augen, als gleich an Bundestagswahlen oder Verfassungsprinzipien zu denken.

Daher war ich ein Stück weit erfreut, am Montagabend in Bad Klosterlausnitz ziemlich gut gefüllte Publikumsränge im Holzlandsaal vorzufinden. Die Gäste saßen im zeitgemäßen Abstand zueinander und lauschten etwa den Ausführungen der Bauamtsleiterin zum Entwurf des Flächennutzungsplans. Letztlich ist Teilnahme nichts anderes als eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe. Und so nutzten mehrere Bürger später auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch kritische Anmerkungen zu machen. Die Beiträge reichten von Nachfragen zu einer möglichen Klinikansiedlung über Anmerkungen zum Straßenverkehr bis hin zur Anregung, ob in Bad Klosterlausnitz vielleicht ein Container für Klein-Elektrogeräte aufgestellt werden könnte.