Meine Meinung: Zusatzkosten für alle

Angelika Munteanu über die Spirale der Belastung nach oben.

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg

Foto: Marcus Schulze

Eisenbergs Grundstückeigentümer werden kaum beglückt sein, wenn der Stadtrat am Donnerstag die Erhöhung der Straßenreinigungsgebühr beschließen wird. Nach einem Beschluss ohne großen Gegenwind sieht es auch aus, nachdem ihn der Finanzausschuss und der Hauptausschuss hinter verschlossenen Türen bereits empfohlen haben. Und dass die Kosten steigen, war vor vier Jahren schon klar, als die maschinelle Straßenreinigung wieder eingeführt wurde.

Den einen Eigentümer wird die Gebührenerhöhung um 50 Prozent mehr, den anderen weniger treffen – je nach Grundstücksgröße mit ein paar Euro mehr gerechnet aufs Jahr. Und verglichen mit anderen Kommunen in Ostthüringen liegt die Gebühr in Eisenberg auch nach der Erhöhung günstig. Peanuts könnte man also sagen und auch: Eigentum verpflichtet. Doch die Eigentümer trifft die Erhöhung nicht allein. Wer Mieter im Haus hat, kann die Gebühr auf die Miete umlegen – somit zahlen die meisten Eisenberger die Straßenreinigung letztlich mit. Wenige Cent letztlich für jeden. Doch dabei wird es halt nicht bleiben. Auch der Wasserzweckverband hat für das neue Jahr schon die Abgabenerhöhung im Kalkül. Die Spirale der Belastung dreht sich weiter nach oben – und das in der Corona-Zeit mit herben Einbußen für viele.

Gebühr für Straßenreinigung in Eisenberg soll steigen

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