Meine Woche: Kein Ende in Sicht

Martin Schöne.

Martin Schöne.

Foto: Marco Kneise

Martin Schöne über die Herausforderung, zuversichtlich zu bleiben

Das war’s. Wieder einmal sind zwölf Monate vorüber, und man könnte mit Blick auf das Weltgeschehen durchaus in Trübsal verfallen. Unsicherheiten, Konflikte und große Herausforderungen prägen unsere Zeit, und es scheint kein Ende in Sicht zu sein.

Umso wichtiger ist es, eine innere Grundhaltung zu bewahren, um angesichts von Problemen nicht zu verzweifeln. Da kommt der Begriff „Zuversicht“ ins Spiel. In einem Interview mit der Psychologin Muriel Böttger hat die Internetseite des Geo-Magazins (www.geo.de) gefragt: „Wie aber können wir auch an grauen Tagen Mut bewahren?“ Die Psychologin verweist auf die Kraft des „Positiven Denkens“. Das sei zwar kein Allheilmittel, könne aber zu mehr Zuversicht verhelfen. Dabei gehe es nicht etwa ums „Schönreden“, also dem Ausblenden von Sorgen oder negativen Gefühlen. Viel mehr ziele es darauf ab, eigene Potenziale wertzuschätzen, Niederlagen als temporäre Ereignisse zu sehen, die Lage differenziert zu betrachten. Sich stets immer mehr darauf zu konzentrieren, was man schon alles geschafft habe, als immer nur das Negative in den Blick zu nehmen. Auch die Schuld für Probleme stets nur bei anderen zu suchen, helfe auf Dauer nicht weiter. Es gehe nicht um realitätsfernen Optimismus, sondern darum, den Blick für die Möglichkeiten zu schärfen, das eigene Leben zu gestalten – für das Machbare. „Darin besteht ein zentrales Anliegen der Positiven Psychologie: unser Selbstvertrauen zu stärken“, so Böttger im Geo-Interview. Humor helfe dabei ebenso wie die Fähigkeit, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen und Frust und Ärger nicht gänzlich das eigene Handeln bestimmen zu lassen. Mit diesen Gedanken wünsche ich Ihnen, liebe Leser, einen möglichst entspannten Jahreswechsel.