Meinung: Alles, bitte nur kein Altpapier für Eisenberg

Frank Kalla
Frank Kalla, Lokalreporter im Saale-Holzland.

Frank Kalla, Lokalreporter im Saale-Holzland.

Foto: Lutz Prager

Frank Kalla über Konzepte und Strategiepapiere zu Alternativen der Energieversorgung.

Wer kennt das nicht: Da will sich die Firma neu aufstellen, es werden Strategiepapiere ausgearbeitet und am Ende wird es doch nur ein Papiertiger.

In vielen Verwaltungen läuft es ähnlich. Mal heuert man Gutachter an, die für Unsummen schlaue Untersuchungen anstellen, die aber am Ende niemanden nützen, dann wieder werden mit öffentlichen Mitteln finanzierte Konzepte in Auftrag gegeben. Ein Großteil landet - wie sollte es sein - in der Schublade und verstaubt dort. Oder man knickt, locht und heftet die Unterlagen gleich auf Nimmerwiedersehen in Aktenordnern ab.

Wird es den integrierten energetischen Quartierskonzepten für Eisenberg-West und Kursdorf ähnlich ergehen? Ich hoffe nicht.

Denn die Frage, woher wir in Zukunft bezahlbare Energie bekommen, die wird bleiben. Es wird am Ende bei dieser Geschichte auch auf die Einwohner in den Quartieren selbst ankommen, ob sich nach der Papier-Phase auch praktisch etwas tut, ob Geld für Investitionen in die Hand genommen wird.

Eines ist sicher: Neues Altpapier brauchen wir in dieser Zeit nicht.