Kommentar aus Eisenberg

Wichtiges Zeichen

Luise Giggel
Luise Giggel

Luise Giggel

Foto: Prager

Über die neue Synagoge

Voller Lob und Freude waren die Gäste, die am Sonntag zur feierlichen Einweihung der Synagoge in den Eisenberger Waldkliniken geladen waren.

Verständlich, denn Eisenberg hat damit nun ein echtes Aushängeschild dazugewonnen. Glaubt man den Auskünften von Alexander Nachama und Charlotte Knobloch, gibt es nämlich bundesweit kein weiteres Krankenhaus mit eigener Synagoge, abgesehen vom Jüdischen Krankenhaus in Berlin. Damit haben die Waldkliniken neben dem Orthopädie-Zentrum ein Angebot geschaffen, das nicht nur Patientinnen und Patienten in die Kreisstadt bringen könnte.

Denn was es außerdem laut Landesrabbiner Alexander Nachama nicht gibt, sind jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Eisenberg. Der neue Gebetsraum sei ein historisches Zeichen für jüdische Menschen in der Region und für die jüdische Kultur im ganzen Land, sagte die ehemalige Leiterin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.

Auch Menschen anderer Glaubensrichtungen seien willkommen, heißt es laut Rabbiner Yitshak Ehrenberg in der Mesusa am Eingang der Synagoge. Sie symbolisiere Toleranz und Respekt gegenüber allen Menschen. Eine Botschaft, die in den momentanen Zeiten mit steigenden Zahlen von Hassverbrechen umso wichtiger ist.