Mit fliegendem Piano zum Mohrenfest

Eisenberg  Stadtfest 2019 in Eisenberg: Besinnung auf Traditionen und dazu eine Weltpremiere

Andreas Günther vom Konzeptteam Gera, Landrat Andreas Heller und Bürgermeister Michael Kieslich sowie Konzeptteam-Geschäftsführer Michael Sumser (von links) präsentieren am Mohrenbrunnen auf dem Eisenberger Markt das erste Plakat zum bevorstehenden Mohrenfest. Ein Highlight des diesjährigen Stadtfestes soll ein fliegendes Klavier mit zwei in der Luft  konzertierenden Pianisten über dem Marktplatz werden

Foto: Angelika Munteanu

„Wir brauchen nur noch einen Kran“, sagt Andreas Günther vom Konzeptteam Gera. Dann dürfte die Weltpremiere für das diesjährige Eisenberger Stadtfest stehen. Ein fliegender Flügel soll das besondere Highlight zum Fest werden. Den stelle die Eisenberger Klavierfabrik Wilhelm Steinberg zur Verfügung, sagt der Stadtfest-Organisator. Zwei Pianisten aus Leipzig werden vierhändig hoch über dem Marktplatz zum Fest spielen. „Bei der Organisation hat uns die Eisenbergerin Alexandra Poppe sehr unterstützt“, sagt Günther.

Nicht nur das fliegende Piano soll zum Stadtfest eine besondere Neuerung werden, mit der sich die Stadt als Veranstalter und das Organisatorenteam der Tradition in Eisenberg als Stadt des Klavierbaus besinnen. Auch ein Name für das größte festliche Ereignis des Jahres in der Kreisstadt ist nun festgemacht: „Mohrenfest“ wird das Stadtfest in diesem Jahr heißen.

„Den Namen haben wir gemeinsam gefunden“, sagt Bürgermeister Michael Kieslich (CDU). Eine Reminiszenz an die Mohrenstadt Eisenberg, der die Mohrensage aus herzöglichen Zeiten in Eisenberg zugrunde liegt. Das Fest, das sich diesmal vom Markt und dem Steinweg bis zum Schlossareal und dem Scheithof erstrecken wird, solle seinen Anfang und sein Ziel für die Besucher am Mohrenbrunnen haben. Auch Programmdetails wird es passend dazu geben. „Eine Laienspielgruppe wird die Mohrensage aufführen“, verrät der Bürgermeister bereits.

Das Programm für das Mohrenfest gewinnt zunehmend an Gestalt, kündigt Organisator Andreas Günther an. Um einen Vorgeschmack auf das Fest zu geben, sind die ersten Plakate und Flyer gedruckt und werden jetzt in der Kreisstadt und darüber hinaus verteilt. Auch eine Internetseite und der Auftritt in sozialen Netzwerken geben seit Neuestem Auskunft über den Stand der Vorbereitungen auf das Fest am letzten Mai-Wochenende.

Über die gesamte Innenstadt verteilt, vom Steinweg, über Marktplatz, Schloss und Schlossgarten bis zum Scheithof, wird es zahlreiche Kulturangebote auf mehreren Bühnen geben. Die Altstadt mit dem gesamten Schlossareal wird zur großen Festmeile.

Der Auftakt mit einer Shopping-Nacht am Fest-Freitag ist bereits gesetzt. „Für die Modenschau auf dem langen Laufsteg am Markt haben sich bereits sechs Eisenberger Händler angemeldet“, informiert Andreas Günther. Dazu gibt es Brass-Musik im großen Biergarten unter freiem Himmel – und natürlich Pianoklänge vom fliegenden Flügel.

Wer die Klänge etwas härter mag, ist am selben Abend auf dem Schlosshof zum Konzert mit Rockpirat willkommen und zum Wein im Weindorf auf Zeit im bis dahin fertig restaurierten, denkmalgeschützten Bogengarten. Schloss Christiansburg wird während des Festes vom Landratsamt in den Mittelpunkt gerückt als Festbeitrag des Landkreises, der in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen begeht.

Der Scheithof wird während des Festes der Platz insbesondere für die Jugend sein. „Iron hill City beats“ in Wohnzimmer-Atmosphäre sind an den Abend zur Ü25-Party angesagt. Tagsüber gibt der Scheithof Raum für Kreatives für Kinder und auch die Möglichkeit, sich an einem Klavier auszuprobieren.

Für die Gestaltung des Festes an dem langen Wochenende im Mai hätten viele ihr Mittun bereits zugesichert, sagt Andreas Günther. Darunter der Eisenberger Faschingsclub, der Aerobic-Turnverein und die Kreismusikschule. Die Schalmeien aus Lindau und Schlager werden erklingen und Artisten ihr Können vorführen. Musikalischer Höhepunkt am Samstagabend auf der Laufsteg-Bühne am Markt wird die Original Köstritzer Jazzband sein, kündigt das Organisatorenteam an. „Alles kostenlos für die Besucher“, sagt Andreas Günther. Nur ein eintrittspflichtiges Konzert wird es geben: Elektronische Zymbal-Klänge vom „Blue Cimbal“, gespielt von Roman Veverka am Samstagabend in der barocken Schlosskirche.

Auch in den Gassen der Eisenberger Altstadt zwischen den Festplätzen wird viel zu erleben sein in offenen Höfen, mit afrikanischen Spezialitäten oder Haarverlängerung für Kinder etwa in der Schlossgasse.

Meine Meinung Das gesamte Programm zum Fest unter www.mohrenfest.de

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