Meine Meinung

Müllgebührensatzung ist nicht das letzte Wort

Der Streit um die Biotonne wird durch das Votum im Werkausschuss bloß aufgeschoben. Verbraucher braucht das für den Moment nicht zu kümmern.

Florian Girwert ist Redakteur bei der Ostthüringer Zeitung in Eisenberg. Die Müllgebührensatzung ist in seinen Augen nötig, aber nicht der letzte Schritt.

Florian Girwert ist Redakteur bei der Ostthüringer Zeitung in Eisenberg. Die Müllgebührensatzung ist in seinen Augen nötig, aber nicht der letzte Schritt.

Foto: Lutz Prager

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Das Votum zur Müllgebührensatzung im Saale-Holzland-Kreis ist nur ein erster Schritt – und dieser Schritt übertüncht ein Problem. Das Landesverwaltungsamt hat etwas daran auszusetzen, dass der Kreis keine Biotonne einführt. Diesen Einspruch weist man im Kreis beinahe trotzig zurück und riskiert einen Streit vor Gericht mit der Behörde.

Den Verbraucher dürfte das derzeit kaum interessieren. Er weiß, dass es im nächsten Jahr wegen Tariferhöhungen, mehr Sperrmüll und der fünf Entsorgungsstellen für Bio-Abfall etwas teurer wird – vorausgesetzt, der Kreistag stimmt der geänderten Gebührensatzung zu. Die Müll-Entsorgung im Kreis bleibt günstig, aber irgendwann müssen gestiegene Kosten eben umgelagert werden, sonst funktioniert der Betrieb nicht mehr wie gewünscht.

Trotzdem bleibt der Streit um Biotonne ja oder nein dem Kreis wohl erhalten. Ja, der Kreis schafft an dieser Stelle über seinen Entsorgungsbetrieb Fakten. Und es gibt gute Gründe, die Mehrzahl der Leute im Garten kompostieren zu lassen und alle anderen den Biomüll weiterhin in den Hausmüll werfen zu lassen. Ohnehin lässt die Sortierung des Mülls durch die Verbraucher zu wünschen übrig. Selbst dort, wo es die Biotonne bereits gibt. Das ändert jedoch nichts daran, dass die mächtige Thüringer Behörde nicht einfach klein beigeben wird.

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