Nach Leitungschaos: Eisenberger Grenzstraße wieder offen

Eisenberg  Die Bauarbeiten in der Eisenberger Grenzstraße sind im ersten Abschnitt nach einem Jahr beendet. Zweiter Abschnitt soll bis Jahresende abgeschlossen sein.

Nach über einem Jahr Bauarbeiten geben die Baubeteiligten den erneuerten Abschnitt in der Eisenberger Grenzstraße wieder frei.

Nach über einem Jahr Bauarbeiten geben die Baubeteiligten den erneuerten Abschnitt in der Eisenberger Grenzstraße wieder frei.

Foto: Angelika Munteanu

Großes Aufatmen am Mittwochvormittag in der Eisenberger Grenzstraße: Die Sperrgitter wurden beiseite gerückt. Das Schild mit dem Durchfahrtsverbot weggedreht und mit einem symbolischen Schnitt durch ein rot-weißes Sperrband die erneuerte Straße wieder für den Verkehrgegeben.

„Schön, dass die Straße für uns jetzt wieder frei ist“, sagte Anwohnerin Heike Nähring. Und: „Es ist viel leiser geworden. Als der alte, kaputte Belag auf der Straße war, hatte man Autos schon aus 40 Metern Entfernung heranrumpeln hören. Jetzt hört man sie kaum noch“, freute die Anwohnerin und sagte, mit den Bauleuten habe man sich während der Bauzeit mit vielen Beeinträchtigungen arrangiert.

Mehr als ein Jahr lang wurde in dem ersten etwa 300 Meter langen Abschnitt der Grenzstraße vom Abzweig Klosterlausnitzer Straße aus gebaut. Aus Sicht des Eisenberger Baufirmenchefs Marian Patzschke das schlimmste Baufeld, das er je erlebt habe. Offenbar waren die Versorgungsleitungen in der Vergangenheit so in die Erde gelegt worden, wie die Häuser errichtet worden waren. In bis zu 2,50 Tiefe kreuz und quer.

Freileitungen sind Geschichte

„Wir haben Leitungen gefunden, die uns bisher völlig unbekannt waren“, schilderte auch Ute Böhm als Geschäftsleiterin des Zweckverbandes Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Eisenberg (ZWE) das alte Innenleben der Grenzstraße. Der Aufwand für die Erneuerung sei riesig gewesen, berichtete Patzschke. Selbst mit dem kleinen Bagger sei an Engstellen in der Straße nichts mehr zu machen gewesen. Die Bauarbeiter mussten mit der Schaufel in der Hand ran. „Die Schaufeln hatten sie extra in der Breite abgeschnitten, damit sie zwischen den Leitungen durchgraben konnten, ohne diese zu beschädigen“, erzählte Patzschke zur Straßeneröffnung.

Jetzt ist das Innenleben im ersten Bauabschnitt der Grenzstraße erneuert und sortiert. Der ZWE investiert etwa 800.000 Euro in die Erneuerung von Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Teilweise wurden auch Hausanschlüsse erneuert. Weiterer Baupartner sind die Telekom mit neuen Telefonleitungen und die Netzgesellschaft Eisenberg mit neuen Stromleitungen. Die Zeit der Freileitungen, die noch an den Masten in der Grenzstraße hängen, ist Geschichte. Die Masten bleiben allerdings stehen und sollen der Kommune übereignet werden, damit die Straßenbeleuchtung auch künftig gesichert sein wird.

Zweiter Bauabschnitt hat begonnen

Auch die Stadt ist an der Baumaßnahme beteiligt. „Überschaubar, mit bisher 35.000 Euro“, informierte Bürgermeister Michael Kieslich (CDU). Zwar wird die Grenzstraße nicht grundhaft ausgebaut, mit einer neuen Deckschicht wollen die Baubeteiligten jedoch sichern, dass aus der bis dato brüchigen Straße nach dem Bauende kein Flickenteppich wird.

Schon seit Mittwoch wird im zweiten Abschnitt der Straße weitergebaut auf den nächsten 250 Metern. „Damit wollen wir in diesem Jahr noch fertig werden“, sagte Patzschke – in der Hoffnung auf ein weniger chaotisches Straßeninnenleben als im Abschnitt eins.

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