Neue Technik für Katastrophenhelfer im Saale-Holzland

Eisenberg/Stadtroda.  Neben der Fahrzeugübergabe werden auch ehrenamtliche Helfer aus dem Saale-Holzland für ihr Engagement ausgezeichnet

Das größte der neuen Fahrzeuge ist ein voll ausgerüsteter Betreuungslastkraftwagen – hier im Hintergrund.

Das größte der neuen Fahrzeuge ist ein voll ausgerüsteter Betreuungslastkraftwagen – hier im Hintergrund.

Foto: Martin Schöne

Wem obliegt es, im Falle einer Katastrophe das Leben und die Gesundheit von Menschen und auch die Umwelt zu schützen? Wie es der Name schon sagt, kommt hier dem Katastrophenschutz eine zentrale Rolle zu. Die im Saale-Holzland-Kreis engagierten ehrenamtlichen Helfer haben neue Technik für diese Aufgaben erhalten.

Denn dem Kreisverband Jena-Eisenberg-Stadtroda des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wurden am Donnerstag in Eisenberg mit einem Betreuungslastkraftwagen, einem Mannschaftstransportwagen und einem Feldkochanhänger neue Fahrzeuge für den Katastrophenschutz-Fuhrpark übergeben. Die Übergabe des vom Land Thüringen mit insgesamt 487.000 Euro finanzierten Geräts fand am DRK-Standort im Beisein von Kreisbrandinspektor Jens Keppel, des Vorstandsvorsitzenden des DRK-Thüringen, Peter Schreiber, und des Landrates des Saale-Holzland-Kreises, Andreas Heller (CDU), in Eisenberg statt.

42 Einsatzkräfte im Sanitätszug

Der Katastrophenschutz im Landkreis wird laut Informationen aus dem Landratsamt durch zwei Brandschutz-Einsatzzüge, einen Gefahrgutzug und einen Sanitäts- und Betreuungszug sichergestellt. Für die personelle Einsatzbereitschaft des Sanitäts- und Betreuungszuges sorgt der DRK-Kreisverband mit 42 Einsatzkräften. Der Fuhrpark des Zuges umfasst insgesamt elf Fahrzeuge und eine Feldküche. Hier konnten nun zwei in die Jahre gekommene Fahrzeuge und die Feldküche ersetzt werden. Die Fahrzeuge sind in Objekten des DRK in Stadtroda und Eisenberg stationiert, eines wird durch Helfer in Bobeck besetzt.

Katharina Kössler, Robert Krug und Rolf Pfeiffer wurden im Rahmen der Fahrzeugübergabe für ihr mindestens 15-jähriges ehrenamtliches Engagement mit der Bronzenen Katastrophenschutzmedaille am Bande ausgezeichnet. Zwei von ihnen waren persönlich anwesend.

Das Einsatzspektrum der ehrenamtlichen Helfer im Katastrophenschutz umfasst längst nicht nur die Reaktion im Katastrophen-Ernstfall, etwa die Unterstützung bei Hochwassereinsätzen – dies auch außerhalb des Landkreises – sondern auch die Bewältigung von größeren Notfallereignissen unterhalb der Katastrophenschwelle. Dazu gehören zum Beispiel die Staubetreuung auf der Autobahn, aber auch Krisenlagen mit vielen Verletzten oder Erkrankten.

Regelmäßig und sichtbar wird auch die Durchführung von Blutspende-Terminen umgesetzt. Bis ins kulturelle Leben in der Region wirkt das Engagement der Katastrophenschützer etwa bei der sanitätsdienstlichen Absicherung von Veranstaltungen wie dem Bürgeler Töpfermarkt, bei Moto-Cross-Veranstaltungen in Schkölen, dem Weihnachtstal oder auch dem Eisenberger Mühltallauf.