Neue Wohnbauflächen in Bad Klosterlausnitz geprüft

Bad Klosterlausnitz.  Der Gemeinderat von Bad Klosterlausnitz wurde am Montag über eine Stellungnahme des Landesverwaltungsamtes unterrichtet

Die nummerierten Bereiche in dieser Karte stehen für verschiedene mögliche Wohnbaugebiete. Nicht alle wurden vom Landesverwaltungsamt positiv bewertet.

Die nummerierten Bereiche in dieser Karte stehen für verschiedene mögliche Wohnbaugebiete. Nicht alle wurden vom Landesverwaltungsamt positiv bewertet.

Foto: Gemeinde Bad Klosterlausnitz

Viele Bürger von Bad Klosterlausnitz sind am Montagabend zur Gemeinderatssitzung in den Holzlandsaal gekommen, um zu erfahren, wie es um die Planung für den gemeinsamen Flächennutzungsplan mit Hermsdorf steht. Vorgestellt wurde mit der Stellungnahme des Landesverwaltungsamtes zum Teil-Entwurf für Bad Klosterlausnitz sozusagen ein aktueller Zwischenstand, der allerdings schon erste Festlegungen vonseiten des Bauausschusses der Gemeinde mit sich brachte.

Bauamtsleiterin Gudrun Horn erläuterte den Anwesenden den Stand der Dinge. Anfang 2020 sei das Thüringer Landesverwaltungsamt um Prüfung des aktuellen Wohnbauflächenkonzeptes gebeten worden. Die Behörde hat die Bauflächen aus planungsrechtlicher und raumordnerischer Sicht bewertet.

Eine nach der anderen ging Horn daraufhin sieben konkrete Wohnbauflächen (Karte) durch. So sei die Erweiterungsfläche 1 zwischen Eisenberger Straße und Neue Straße mit dem Hinweis, auf ein gutes Verhältnis von Straßen- und Bauflächen zu achten, als sehr gute Wohnbaufläche eingeschätzt und so auch vom Bauausschuss bestätigt worden. Das gilt auch für die Fläche 2 südlich der Weißenborner Straße. Hier sei zu prüfen, ob dieses Areal eventuell noch in Richtung Buchberg erweitert werden könne.

Die nordöstlich angrenzende Fläche 3 hingegen eigne sich nicht, da diese sich fingerartig Richtung Weißenborn erstrecke und durch die Bebauung eine Zersiedelung drohen würde. Nach Entscheidung des Bauausschusses entfällt diese Fläche im weiteren Verfahren. Grundsätzlich ablehnend stehe das Landesverwaltungsamt der Fläche 4 nahe des Raudenbachs südlich der Köstritzer Straße gegenüber. Die einzelnen Gebäude dort prägten den Bereich nicht so, dass eine Fortentwicklung im Außenbereich befürwortet würde. Daraufhin habe der Bauausschuss entschieden, diese Fläche entfallen zu lassen.

Städtebaulich geeignet sei hingegen laut Landesverwaltungsamt die Fläche 5 zwischen Köstritzer Straße und Büttelbaum. Zu einem ähnlichen Urteil kommt die Landesbehörde bezüglich der Baufläche 6 hinter der Therme, obgleich hier sichergestellt werden müsse, dass bei der Ausgestaltung der Fläche ein begrünter Ortsrand hergestellt wird. Der Bauausschuss habe diesen Hinweis angenommen und die Fläche bestätigt, hielt die Bauamtsleiterin fest. Auch die Fläche 7 im Bereich der Bergstraße sei grundsätzlich geeignet. Hier solle die Einbeziehung angrenzender Teilflächen geprüft werden. Die Fläche bleibt ebenfalls im Entwurf.

Gudrun Horn ging anschließend auf weitere Aspekte der Planungen ein. Der Gemeinderat bestätigte den Arbeits- und Abstimmungsstand per einstimmigem Beschluss.