Neues Feuerwehrauto wird größte Investition

Crossen.  Haushalt 2020 für die Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen beschlossen. Verwaltungsumlage steigt auf 150 Euro je Einwohner.

Das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Crossen-Elstertal. Die Fahrzeugtechnik stammt aus den 1990er Jahren und soll mit einer Neuanschaffung Modernisierung werden.

Das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Crossen-Elstertal. Die Fahrzeugtechnik stammt aus den 1990er Jahren und soll mit einer Neuanschaffung Modernisierung werden.

Foto: Florian Girwert

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Der Haushalt für das Jahr 2020 der Verwaltungsgemeinschaft Heideland-Elstertal-Schkölen ist beschlossene Sache. Die Mitglieder der Gemeinschaftsverwaltungen, also die Bürgermeister und Gemeinderatsvertreter aus den sieben Gemeinden in der VG haben einstimmig zugestimmt bei zwei Enthaltungen. Eine davon kam von Crossens Bürgermeister Uwe Berndt (Die Linke). Er könne dem noch ausstehenden Beschluss zum Haushalt in seiner Gemeinde nicht vorgreifen, begründete Berndt seine Enthaltung. Denn die Erhöhung der Verwaltungsumlage im nächsten Jahre sei auch relevant für den Gemeindehaushalt in Crossen. Damit wolle er keinesfalls etwas gegen die geplante Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos für die Verbandsfeuerwehr Crossen-Elstertal sagen, versicherte er.

Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Crossen-Elstertal unter dem Dach der VG wird die größte Investition im kommenden Jahr sein. „Der Fahrzeugbestand der Feuerwehr stammt noch vom Anfang der 1990er Jahre und muss dringend erneuert werden“, erläuterte der VG-Vorsitzende Martin Bierbrauer. Fördermittel vom Freistaat dafür zu bekommen, habe die Verwaltung versucht. Ohne Erfolg. Von den acht Förderanträgen aus dem Saale-Holzland-Kreis würden nur drei für Neuanschaffungen beschieden. Die Wehr Crossen-Elstertal sei nicht dabei gewesen. Also soll das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) aus eigenen Mitteln angeschafft werden. Gut 330.000 Euro seien dafür vorgesehen. Finanziert werden soll der Kauf mit einem Kredit. Das sei mit der Kommunalaufsicht so abgestimmt. Voraussetzungen dafür ist aber, dass die Gemeinschaft ihre Kreditwürdigkeit herstellt. Das heißt: Die Rücklage der VG, die in den Jahren 2017 und 2018 aufgebraucht wurde, muss wieder aufgebaut werden. Und es wird zusätzlich zur Feuerwehrumlage in Höhe von 11,37 Euro je Einwohner eine Investitionsumlage von zwei Euro je Einwohner zu zahlen sein von den Gemeinden, die sich zum Feuerwehrverbund zusammengeschlossen haben: Crossen, Silbitz, Hartmannsdorf, Rauda und Walpernhain.

Um den finanziellen Mehraufwand, zu dem auch tarifbedingt steigende Lohnkosten für VG-Mitarbeiter beitragen, decken und wieder ein Rücklage bilden zu können, wird die Verwaltungsumlage im kommenden Jahr auf 150 Euro je Einwohner angehoben. In diesem Jahr beträgt die VG-Umlage 141 Euro je Einwohner. Die Umlage zahlen die Gemeinden aus ihren Haushalten. In Vorjahren war sie deutlich abgesenkt worden, um die Kommunen in der Verwaltungsregion finanziell zu entlasten.

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