Neugierig auf digitale Angebote

Frank Kalla
| Lesedauer: 3 Minuten
Die OTZ wird 30 und rollt mit ihrem „Juhubiläums-Mobil“ durch Ostthüringen. Am Donnerstag macht es Station auf dem Globus-Parkplatz in Hermsdorf. OTZ-Redakteur Frank Kalla unterhielt sich mit Lesern. 

Die OTZ wird 30 und rollt mit ihrem „Juhubiläums-Mobil“ durch Ostthüringen. Am Donnerstag macht es Station auf dem Globus-Parkplatz in Hermsdorf. OTZ-Redakteur Frank Kalla unterhielt sich mit Lesern. 

Foto: Thorsten Büker

Hermsdorf.  30 Jahre OTZ: In Hermsdorf mit Leserinnen und Lesern im Gespräch

„Bei mir ist das Zeitunglesen ein morgendliches Ritual“, sagt Lutz Uhle aus Hermsdorf und schiebt hinterher: „Bei mir gibt es die Zeitung nur gedruckt, ich brauche einfach etwas zum Anfassen.“

Ganz anders die Antwort von Verena Ronneberger aus Ottendorf. „Wir haben bei uns in der Familie eine Kombination aus Print und Digital gefunden“, sagt die junge Frau , die wie andere Leserinnen und Leser gezielt das Jubiläums-Infomobil zu „30 Jahre OTZ“ in der Nähe des Eingangs vom Hermsdorfer Globus-Markt ansteuerten, um direkt ihre Anregungen, Kritiken oder auch ein Dankeschön loszuwerden. Zudem gab es Nachfragen, und zwar, welche Möglichkeiten es gibt, auf dem digitalen Kanal die neuesten Nachrichten zu erhalten.

Video 30 Jahre OTZ Infomobil Jörg Riebartsch

Lutz Uhle beispielsweise kritisierte die Veröffentlichung eines Leserbriefes, in dem seiner Meinung nach Halbwahrheiten zur Besteuerung der Rente standen. „Da müsste man meiner Meinung nach vorher einen Faktencheck machen, auch wenn ich weiß, dass der Inhalt eines Leserbriefes keine Meinungsäußerung der Redaktion ist.“ Ansonsten findet er die Inhalte in seiner Zeitung völlig in Ordnung. „Gut finde ich, dass man immer etwas über andere Orte erfährt.“

Dieter Riemer aus Renthendorf hingegen wünscht sich mehr Berichte über Motorsport und insbesondere mehr Informationen über Veranstaltungen. Das Lokale, aber eben auch Sport und Kultur würden ihn besonders interessieren, sagt Riemer, der schon seit DDR-Zeiten ein leidenschaftlicher Zeitungsleser ist und seit 30 Jahren die OTZ seine Stammlektüre nennt. An der gedruckten Ausgabe hält er fest.

Ganz anders Heidrun Heuschkel aus Mörsdorf, welche die OTZ als E-Paper abonniert hat und die neuesten Nachrichten auf dem Tablet liest. Sie wünscht sich, dass Stammleser ohne viel Aufwand künftig auch Nachrichten aus anderen Regionen der OTZ digital lesen können. In den Kundenberatern Susan Risto und Bernd Schlegel, die das Jubiläums-Infomobil betreuen, fand sie die kompetenten Ansprechpartner für ihre Fragen.

Auf aktuelle Nachrichten aus ihrer Region mag die Mörsdorferin nicht verzichten. „Ich will wissen, was um mich herum passiert.“

Ohne Zeitung keine Kenntnis über neuen Entwicklungen vor Ort

Auch für Verena Ronneberger ist das Lokale sehr, sehr wichtig. Dass sie die OTZ als E-Paper liest, die ältere Generation im Hof hingegen an der gedruckten Ausgabe festhält, findet sie in Ordnung. Nichts vollziehe sich über Nacht, meinte sie.

Für Hans Pietsch zählt indes nur die gedruckte Zeitung, die er aber für unverzichtbar hält. „Ohne Zeitung hätten wir beispielsweise gar nicht richtig erfahren, was es mit den Verkehrsveränderungen beim Globus-Markt auf sich hat“, sagte der Hermsdorfer. Wenn man zu Besuch bei den Kindern sei, müsse man immer über die Neuigkeiten von Hermsdorf berichten.

30 Jahre Ostthüringer Zeitung: Nicht nur Heidrun Heuschkel, auch andere Leser am Infostand wünschten zum Jubiläum den Mitarbeitern eine erfolgreiche Arbeit und der Zeitung eine lange Zukunft. Wir sagen danke und machen weiter Zeitung.