Noch bleibt der große Schornstein stehen

Eisenberg.  Nachgehakt: Ehemalige Bioheizkraftwerk-Immobilie in Eisenberg ist voll vermietet. Aber die Zukunft für den jüngsten Gewerbepark ist offen.

Der Geschäftsführer Hartmut Lindner (rechts) und René Enders vom Hausmeisterservice als Subunternehmer im jüngsten Gewerbepark der Stadt Eisenberg in der Jenaer Straße auf dem Gelände des ehemaligen Bioheizkraftwerkes ( BHE ).

Der Geschäftsführer Hartmut Lindner (rechts) und René Enders vom Hausmeisterservice als Subunternehmer im jüngsten Gewerbepark der Stadt Eisenberg in der Jenaer Straße auf dem Gelände des ehemaligen Bioheizkraftwerkes ( BHE ).

Foto: Angelika Munteanu

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Der jüngste Gewerbepark in der Kreisstadt des Saale-Holzlandes ist gut ausgelastet. Doch die Zukunft der Immobilie in der Jenaer Straße, auf der sich einst das Bioheizkraftwerk Eisenberg befunden hat, ist offen. Ungeklärt ist damit auch die Zukunft des Ziegel-Schornsteins, der als Landmarke an der Ortseinfahrt aus Richtung Autobahn 9 gilt.

„Die Büro- und Wirtschaftsräume im Gelände, das bis an die alten Eisenbahngleise reicht, sind voll vermietet“, berichtet Hartmut Lindner. Der Immobilienverwalter aus Eisenberg führt auch die Geschäfte im jüngsten und kleinsten Unternehmen, an dem die Stadt Eisenberg beteiligt ist. Die Jenaer Straße Grundstücksverwaltung war im Jahr 2016 als 100-prozentiges Tochterunternehmen der städtischen BBV- Bäder- und Beteiligungsverwaltung gegründet worden. Jetzt schreibt sie eine „schwarze Null“. Die Mieteinnahmen reichen, um die Kosten für die Ein-Mann-Verwaltung und für notwendige Reparatur- und Verschönerungsarbeiten zu decken. „In diesem Jahr sollen Löcher in Dächern repariert werden“, kündigt Lindner an.

Telekom hat Interesse am Schlot in Eisenberg

Vom Steuerunternehmen über eine Baufirma bis zu privaten „Schraubern“ hat sich in dem Gelände eine Vielfalt an kleinen und mittelständischen Unternehmungen angesiedelt. Dafür war die Immobilie hergerichtet worden. Einzig der markante Schlot ist ungenutzt. „Die Telekom hätte Interesse, ihn für einen Sendeverstärker zu nutzen. Aber das für mindestens fünf Jahre“, sagt Lindner. Vermieten kann er die Esse indes nicht, da unklar ist, ob sie in den nächsten fünf Jahren noch stehen wird.

Für einen Abriss der Altsubstanz gibt es ein Angebot. Dafür reichen die Finanzen des Unternehmens jedoch nicht. Es liegen auch mehrere Kaufangebote vor. „Zwei davon kommen aus Eisenberg“, sagt Lindner. Der Verkauf ist aus seiner Sicht die nächsthöherer Stufe für die Weiterentwicklung des Gewerbeparkes. Aber auch dafür brauche es Klarheiten. Eine hinderliche Grundschuld müsse aus dem Grundbuch getilgt werden. Und die Bedingungen für einen Verkauf seien zu klären: Ob das Areal für einen geringeren Preis veräußert wird und der künftige Eigentümer reißt die Altsubstanz selbst ab oder das städtische Unternehmen tut es noch selbst, um einen höheren Verkaufserlös für die bereinigte Fläche erzielen zu können. Hartmut Lindner hofft, dass sich das in diesem Jahr klärt.

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