Prekäre Haushaltslage in vielen Tälerdörfern

Tröbnitz.  VG-Chef Michael Kallus sieht immer mehr der 22 Gemeinden bei Hügelland/Täler in einer Schieflage

Michael Kallus, Chef der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hügelland/Täler

Michael Kallus, Chef der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hügelland/Täler

Foto: Frank Kalla / OTZ

In der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Hügelland/Täler zeichnet sich immer deutlicher ab, dass eine wachsende Zahl der 22 Gemeinden in eine finanzielle Schieflage geraten.

So hätten bereits Gemeinden auf ihre Rücklage zugegriffen, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. „Das ist eigentlich rechtswidrig“, erklärte Kämmerin Gundula Seidler.

Laut VG-Chef Michael Kallus mussten in diesem Jahr sieben Gemeinden ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) aufstellen und Bedarfszuweisungen beantragen, um einen ausgeglichenen Haushalt auszuweisen, im Jahr 2019 seien nur fünf Ortschaften gewesen. „Die Tendenz, dass immer mehr Gemeinden in eine finanzielle Schieflage geraten, ist steigend. In der Not werden die Rücklagen geplündert, aber dann ist auch Schluss.“

Kallus lobte in diesem Zusammenhang die Kommunalaufsicht, die stets einen gute Willen zeige, schwierige Fälle zu lösen. Etliche Gemeinden würden sicherlich noch einmal ihren Haushalt rund bekommen, aber realistisch seien in der Verwaltungsgemeinschaft in 2021 etwa 15 bis 16 Gemeinden für eine Haushaltssicherung fällig. „Die Kitakosten steigen, die Schlüsselzuweisungen steigen, aber auch die Kreisumlage steigt kräftig.“