Probe-Lager für Thüringer Chorjugend im Mühltal bei Eisenberg

Mühltal/Eisenberg  Schwungvolle Chorstimmen verzaubern : Kinder und Jugendliche der Thüringer Chorjugend verbringen eine musikalische Woche im Mühltal. Ihr Abschlusskonzert gaben sie in Eisenberg.

Beschwingt und locker traten die jungen Chorsänger am Sonnabendmittag beim Abschlusskonzert in der Eisenberger Stadthalle auf und begeisterten das Publikum.  

Beschwingt und locker traten die jungen Chorsänger am Sonnabendmittag beim Abschlusskonzert in der Eisenberger Stadthalle auf und begeisterten das Publikum.  

Foto: Andreas Schott

Bei ihrem Abschlusskonzert am Sonnabendmittag in der Eisenberger Stadthalle zeigten die sangesfreudigen Kinder und Jugendlichen, was sie drauf haben. Egal, ob die Mädchen und Jungen vom kleinen Chor im Alter von 7 bis 9 Jahren auf der Bühne standen und ihren Chorgesang mit schwungvollen Stimmen und in lockerer Form dargeboten oder die Größeren bis 13 Jahre – sie zeigten alle, was sie können. Und sie hatten gar Tanzeinlagen zu bieten, die sie herzerfrischend nach afrikanischen beziehungsweise irischen Rhythmen zelebrierten.

Chormusik und Tanz forderten mehrfach Szenenapplaus der mehr als einhundert Konzertbesucher heraus, am Ende des Konzerts mündete die Begeisterung in einem großen Jubel. Das beste Zeichen, dass die etwa 50 Mädchen und Jungen in der vergangenen Ferienwoche gute Arbeit geleistet haben.

Für Kinder und Jugendliche aus ganz Thüringen hatte der Thüringer Chorverband zum zweiten Mal eine musikalische Chorferienfreizeit organisiert. In der Froschmühle im Eisenberger Mühltal hatte man ein ideales Domizil gefunden, um jeden Tag bei einer Chorprobe fleißig zu üben, aber dennoch auch die Freizeitaktivitäten nicht zu kurz kommen zu lassen. Für David Weigel, künstlerischer Leiter und Vorsitzender der Chorjugend – er hielt im Chorcamp alle Fäden zusammen –, war es eine tolle Woche. Die Kinder, die dabei waren im Mühltal, singen in ihren Heimatorten in verschiedenen Chören und seien zumeist durch Eltern oder Großeltern geprägt. Sie betreiben das Singen als Hobby und hätten in der Woche bei den Proben toll mitgezogen, berichtete David Weigel.

Anforderungen im Probe-Camp sehr hoch

Und die Anforderungen seien – speziell bei den Zehn- bis 13-Jährigen – schon recht hoch gewesen, weil nach Maßstäben eines Jugendchores gearbeitet wurde. Die seien im Schnitt alle ein Jahr älter, verweist der künstlerische Leiter auf eine Besonderheit.

Ganz gut war, merkt er an, das im Mühltal ein regelrechtes Funkloch herrsche. Dadurch habe man gespürt, dass zum Beispiel die Konzentration für die herrliche Natur hier im Mühltal größer gewesen sei. Man sei viel gewandert, habe Tischtennis und Volleyball gespielt, sei geritten, habe eine Kremserfahrt unternommen, einen Abend am Lagerfeuer verbracht, aber auch Raum für individuelle Gestaltung gelassen, fasst er zusammen.

Für Elaine (13) aus Bad Lobenstein, sie singt in einem Kirchenchor, sei es eine abwechslungsreiche Woche gewesen, bei der Langeweile kein Thema war. Sie sei schon im vergangenen Jahr beim erstmals organisierten Camp dabei gewesen und hatte sich daher erneut für eine Teilnahme entschieden. Emma (10) aus Kahla und Lilian (12) aus Erfurt, sie traten beim Konzert zusätzlich als Flötenduett auf, zeigten sich ebenso begeistert. Ganz toll war die Woche, so die beiden Mädchen. Und Lampenfieber vor dem großen Konzert hätten sie auch nicht, sagten sie. Bewiesen haben sie das überzeugend beim Abschlusskonzert in der Eisenberger Stadthalle.

Insgesamt zehn Pädagogen und Erzieher kümmerten sich im Camp um die Kinder. Für die musikalische Bildung zeichneten neben David Weigel unter anderem die Musikpädagogen Erik Sänger, Annett Bartuschka sowie Anja Hartung verantwortlich.

Die Ferienwoche mitten im Grünen hat den Kindern gefallen, wie auch den Aussagen der jüngsten Teilnehmer zu entnehmen war. Julius (8) aus Weimar, Carl (8) aus Erfurt, Elisabeth (11) aus Kromsdorf bei Weimar oder Falk (9) aus Sondershausen, sie alle zeigten sich zufrieden über die Probenwoche.

Zu den Kommentaren