Rodung von 50.000 Quadratmetern Wald für die Errichtung des Windparks bei St. Gangloff geplant

Erfurt/St. Gangloff  Mit Empörung hat CDU-Landtagsabgeordneter Mario Voigt die Antwort der rot-rot-grünen Landesregierung auf seine Kleine Anfrage „Waldrodung in St. Gangloff“ zur Kenntnis genommen.

Windräder im Wald.

Windräder im Wald.

Foto: Patrick Seeger

Unter anderem wollte der CDU-Politiker wissen, wie die Landesregierung die geplante Abholzung von 83.546 Quadratmetern Wald für den möglichen Bau von 238,5 Meter hohen Windrädern durch die Firma Abo Wind AG im Windvorranggebiet W 20 St. Eineborn/St. Gangloff bewerte.

In ihrer Antwort teilte die Landesregierung unter anderem mit, dass laut dem beantragten Vorhaben mit neun Windenergieanlagen dies mit einer dauerhafte Waldumwandlung von 83.546 Quadratmetern verbunden wäre. Würde das Windvorranggebiet jedoch in seiner im Regionalplanentwurf enthaltenen Abgrenzung bestehen bleiben, könnten nur fünf Windenergieanlagen errichtet werden. Dafür wäre eine Rodung von 50.000 Quadratmetern Wald erforderlich. Gegen die Auswahl dieses Waldgebietes für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftanlagen würden „keine grundsätzlichen forstrechtlichen oder forstfachlichen Bedenken bestehen. „Nach Einschätzung der Thüringer Landesregierung steht die für die Errichtung eines Windparks im Vorranggebiet Windenergie W-20‚ Eineborn/St. Gangloff‘ in Anspruch zu nehmende Waldfläche in einem angemessenen Verhältnis zu der von dem Windpark produzierbaren erneuerbaren Energiemenge“, heißt es.

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Nach Ansicht von Voigt zeigt die Antwort die waldfeindliche Einstellung und die ideologische Politik von Rot-Rot-Grün. „Die Antwort der Landesregierung ist angesichts der aktuellen Debatten zum Klimaschutz und CO2-Bindung durch den Wald eine Frechheit. Sie stellt einen Schlag ins Gesicht der Bürger dar, die sich um den Schutz ihrer Heimat und ihrer Gesundheit sorgen.“ Daher widerspricht Voigt auch der Einschätzung, dass die für die Errichtung des Windparks in Anspruch zu nehmende Waldfläche in einem angemessenen Verhältnis zu der von den Windparks produzierbaren Energiemenge stünde.

Gemeinsam mit CDU-Landtags-Direktkandidat Stephan Tiesler will Voigt weiter nach rechtlichen Möglichkeiten zum Verbot von Windkraftanlagen im Wald suchen.

In der letzten Woche war ein Antrag von Voigt und der CDU-Fraktion für ein Verbot von Windkraftanlagen durch das Waldgesetz an den Gegenstimmen von Rot-Rot-Grün sowie den teilweisen Enthaltungen der AfD im Landtag gescheitert.

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