Saale-Holzland erreicht die Aufnahmegrenze für Flüchtlinge aus der Ukraine

Stadtroda hat einige Räume seines Schützenhauses zur Unterbringung von Geflüchteten freigeräumt.

Stadtroda hat einige Räume seines Schützenhauses zur Unterbringung von Geflüchteten freigeräumt.

Foto: Jens Henning

Eisenberg.  Es gibt keine Kapazität mehr für weitere Flüchtlinge im Saale-Holzland.

Trotz der angespannten Situation auf dem Wohnungsmarkt war es dem Saale-Holzland-Kreis in den vergangenen Monaten gelungen, Flüchtlingen aus der Ukraine eine Unterkunft anzubieten. Dafür hatten nicht nur der Landkreis, sondern auch zahlreiche Unterstützer in den Städten und Gemeinden gesorgt, wie etwa die Stadt Stadtroda mit der Bereitstellung einiger Räume ihres Schützenhauses oder auch Privatpersonen, die Wohnraum zur Verfügung stellten.

1000 Geflüchtete aus der Ukraine im Kreis gemeldet

Wie der Landkreis nun mitteilt, seien die Wohnraummöglichkeiten im Saale-Holzland nun endgültig erschöpft: Schon zu Beginn des Krieges in der Ukraine habe es nur 4,5 Prozent freien Wohnraum im ganzen Kreisgebiet gegeben, und diese Wohnungen seien nun alle vergeben, teilt der Landkreis mit. Über die Zahlen der ukrainischen Flüchtlinge heißt es: „Derzeit sind mehr als 1000 Geflüchtete aus der Ukraine offiziell im Saale-Holzland-Kreis gemeldet. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Personen, die derzeit bei Privatpersonen untergebracht sind, aber noch nicht offiziell im Landratsamt registriert wurden.“ Die Gesamtzahl ukrainischer Flüchtlinge im Landkreis wird auf 1400 Personen geschätzt.