Saale-Holzland-Kreis: Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche gesucht

Nickelsdorf.  Die Kinder- und Jugendfreizeitapp „My eSHaKa“ ist ab sofort für Android-Handys verfügbar. Bei der Zahl der Angebote ist aber noch viel Luft nach oben.

Franciszka Frank und Bastian Berger, Gebietsjugendpfleger für den nördlichen Saale-Holzland-Kreis, betreuen die Kinder- und Jugendfreizeitapp „My eSHaKa", für die noch weitere Angebote gesucht werden.

Franciszka Frank und Bastian Berger, Gebietsjugendpfleger für den nördlichen Saale-Holzland-Kreis, betreuen die Kinder- und Jugendfreizeitapp „My eSHaKa", für die noch weitere Angebote gesucht werden.

Foto: Susann Grunert

Die gute Nachricht: Die Kinder- und Jugendfreizeitapp des Saale-Holzland-Kreises namens „My eSHaKa“ ist ab sofort kostenlos im Google Playstore verfügbar. „Dank Corona“, bemerkt Bastian Berger, der für den Verein Ländliche Kerne als Gebietsjugendpfleger im nördlichen Landkreis arbeitet. Die Sparkassenstiftung Jena-Saale-Holzland hatte für das Kinderfest, das im Sommer im Nickelsdorf geplant war, eine finanzielle Unterstützung bereitgestellt. Weil das Fest coronabedingt abgesagt wurde, konnte das Geld samt einem Zuschuss vom Landkreis dafür genutzt werden, die App in den Playstore einzubinden.

„Das funktioniert momentan aber nur für Android-Geräte“, sagt Bastian Berger. Und nun kommt die schlechte Nachricht: So richtig umfänglich informiert „My eSHaKa“ noch nicht über Angebote, die Kindern und Jugendlichen im Landkreis offen stehen. „Momentan wird in der App vielleicht zehn Prozent von dem abgebildet, was möglich ist“, meint Franciszka Frank, die erst seit kurzem die Gebietsjugendpflege für die Ländlichen Kerne unterstützt.

Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst gesucht

Kinder und Jugendliche hatten die Idee zur App vor einigen Jahren auf der kreisweiten Schülerwerkstatt entwickelt. Als eine Art Plattform sollten darauf Freizeitangebote gebündelt und digital zur Verfügung gestellt werden. „Die Einstellung der Angebote läuft aber bislang etwas schleppend“, meint Bastian Berger. Die Öffnungszeiten und Offerten von Jugendclubs aus der Region seien beispielsweise schon hinterlegt, das vielfältige Vereinsleben sowie weitere Angebote von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche könnten bisher aber in der App noch nicht abgebildet werden, weil Organisatoren oder Veranstalter nicht erreicht würden.

Um die App anzukurbeln sucht der Verein daher ab 1. Dezember einen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst. Er oder sie soll helfen, die App mit weiteren Inhalten zu füllen, Dritte im Einpflegen von Angeboten zu schulen und die Nutzung und Benutzung noch stärker zu bewerben. Das Einstellen von Informationen ist im Übrigen kostenlos. Wer sich für die Stelle interessiert, sollte mindestens 16 Jahre alt sein und ein Verständnis für Medien und mobile Netzwerke mitbringen.

Für Jugendclubs gilt wegen Corona Stufe Gelb

Während Corona also zumindest die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendfreizeitapp beschleunigt hat, erschwert die Pandemie den Betrieb in den Jugendclubs des Landkreises. „Hier gilt genauso wie für Kindergärten und Schulen die Stufe Gelb“, sagt Bastian Berger. Das bedeute, dass die erstellten Hygienekonzepte einzuhalten und Teilnehmerlisten zu führen sind. „Je nach Räumlichkeit wird der Zugang beschränkt und je nach Alter der Besucher gilt eine Maskenpflicht“, ergänzt Franciszka Frank.

Gerätschaften wie die Playstation müssten nach der Benutzung desinfiziert werden. „Kickern geht beispielsweise gar nicht, da sind die Abstände nicht einzuhalten“, so die beiden Gebietsjugendpfleger. So lange wie möglich sollen die Jugendclubs in Crossen, Hartmannsdorf, Tautenhain, Rockau, Dorndorf und in Camburg aber geöffnet bleiben.