Sankt Gangloff überrascht weiter in der Kreisliga

Bad Klosterlausnitz Jena Serba Sankt Gangloff  Kreisliga: Sankt Gangloff siegt über Silbitz/Königshofen II 4:2 (1:1), Bad Klosterlausnitz siegt über Wöllmisse

Bad Klosterlausnitz – Wöllmisse3:1 (2:0)

Wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt sind die Fußballer des FV Bad Klosterlausnitz. Eine Woche nach der 1:2-Niederlage in Mörsdorf gewann der FVB das Derby gegen den SV Wöllmisse 3:1. „Wir haben uns das Leben aber auch diesmal wieder schwer gemacht, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben“, sagte FVB-Trainer Mike Renke. In Mörsdorf wurde dieses Manko bestraft, gegen Wöllmisse nicht. Silvio Peißker und Florin-Gabriel Maghiar brachten den Favoriten verdient zur 2:0-Pausenführung. Tino Kohlmann, der zusammen mit Marko Mrotzek den SVW trainierte, macht es mit dem Anschlusstor noch einmal spannend. Renke sah vor dem Treffer ein Foulspiel Kohlmanns gegen Jan Michel Schüsler, das nicht geahndet wurde. Robert Friedrich machte mit dem 3:1 alles klar für die Heimmannschaft. Als Tabellenzweiter geht der FVB in die Pokalspiel-Pause. „Wir haben noch Maua und Thüringen Jena als Gegner vor der Brust. Nach diesen zwei Spielen wissen wir, wo wir wirklich stehen“, sagte Renke.

Thüringen Jena II – Empor Mörsdorf 3:0 (2:0)

Im Vorjahr war die Partie noch ein Spitzenspiel, in der aktuellen Kreisliga-Spielzeit nicht mehr, da die Mörsdorfer einen Saisonfehlstart hinlegten. Der konnte auch bei der FCT-Reserve nicht gestoppt werden. Nico Baumgarten schnürte am Sonntag für den Spitzenreiter einen Dreier-Pack zum 3:0-Sieg. „Wir nehmen uns vor jedem Spiel viel vor. Es gelingt aber im Moment sehr wenig“, sagte Mörsdorfs Trainer Kevin Vogel nach der dritten Punktspielniederlage. Er bezeichnete die sportliche Situation als seine bisher schwierigste an der Außenlinie bei Empor. Nach zweimal Platz vier in den Vorjahren hatten viele die Mörsdorfer auch diesmal ganz oben in der Tabelle erwartet. Die Realität sieht ein Stück weit anders aus. „Uns gelingt kaum ein Tor aus dem Spiel heraus. Wenn wir treffen, dann meist nur nach Standards“, sagte Vogel über das größte Manko.

Klengel-Serba – Stadtroda II 2:5 (1:2)

Der zweite Anzug passt nicht bei den Klengel-Serbaern. Mit Johannes Theil, Eric Klose und Marcel Wepryk fehlten drei Schlüsselspiel – und schon sieht man eine anders aufspielende Mannschaft auf dem Schwemmberg. „Wir können solche Ausfälle im Moment noch nicht kompensieren. Wenn wir unseren ersten Anzug zur Verfügung haben, gewinnen wir. Wenn nicht, verlieren wir, wie gegen Jenapharm oder gegen die Wöllmisse“, sagte Serbas Trainer Thomas Schwab nach dem Abpfiff. Die Gäste aus Stadtroda, mit einem Altersdurchschnitt von etwas über 19 Jahren in der Startelf, gewannen hochverdient mit 5:2. FSV-Trainer Torsten Metsch lobte sein Team für die Umsetzung der taktischen Vorgaben. „Wir haben heute etwas defensiver gespielt und prompt wurden wir belohnt. Wir haben dem Gegner etwas mehr den Ball überlassen, dadurch sind wir nicht ins offene Messer gelaufen, wie so oft in der Vorsaison“, sagte Metsch. Der zweifache Torschütze Tony Liebmann wird immer wichtiger bei den Grün-Weißen. „Er spielt jetzt weiter vorn. Diese Position liegt ihm. Er steht jetzt bei vier Saisontoren“, sagte Metsch.

Sankt Gangloff – Silbitz/Königshofen II 4:2 (1:1)

Der Fast-Absteiger der Vorsaison, der SV Sankt Gangloff, überrascht weiter. Am Sonntag feierte das Team mit dem 4:2 gegen den Liga-Neuling aus Königshofen schon den dritten Saisonsieg und damit die Punkte sieben, acht und neun. In der Tabelle ging es für die Truppe von Trainer Marko Münch hoch auf Rang fünf. Von solchen Regionen konnte die junge Truppe bisher nur träumen. Franz Gruber, Sohn des Interimstrainers Holger Gruber, der den beruflich verhinderten Münch an der Außenlinie vertrat, entwickelt sich immer mehr zur zentralen Figur beim SVG. Steffen Heiner, Trainer bei Silbitz/Königshofen II, lobte Gruber Junior, „er hat uns allein das Leben schwer gemacht. Er hätte locker das Zeug, auch höherklassig Fußball zu spielen.“ Das Kompliment hat der junge Gruber nicht zum ersten Mal gehört. Zusammen mit Josua Pauli, der im Heimatverein von Ex-Nationalspieler Per Mertesacker beim TSV Pattensen groß wurde, aber jetzt ins Elternhaus seines Vaters nach Münchenbernsdorf zurück gezogen ist, bildet Gruber das Sturm-Duo. Das passt: Pauli ist groß, kompakt, robust. Gruber ist schnell, schussstark. Dass es am Sonntag nach dem zwischenzeitlichen 3:1 (78.) noch mal eng wurde, lag am verwandelten Foulelfmeter von Jörg Krafczyk, eigentlich Stammspieler bei der ersten Silbitzer Mannschaft, zum 2:3 (80.). „Danach wurde es noch mal brenzlig. Zum Glück gelang uns kurze Zeit später das entscheidende 4:2“, sagte Gruber Senior.

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