Schkölen muss ab sofort sparen

Schkölen.  Keine guten Aussichten für 2020: Schkölens Bürgermeister Darnstädt informiert über Rückzahlungen und geringe Erwartungen bei Steuereinnahmen

Abriss Fläche der Firma Louis Gaudigs in Schkölen.

Abriss Fläche der Firma Louis Gaudigs in Schkölen.

Foto: Jens Henning

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Auf diese deutlichen Worte hätte Schkölens Bürgermeister Matthias Darnstädt (LL/BV/BI) am Donnerstagabend im Stadtrat im Ratskeller gern verzichtet. Doch er kam nicht umhin, für die Einheitsgemeinde das Prinzip der obersten Sparsamkeit zu verkünden. Und diese Sparsamkeit gilt ab sofort. „Wir waren auf einem sehr guten Weg. Dass wir plötzlich praktisch lahm gelegt werden, ist für uns eine neue Situation.“

Darnstädt nannte zwei Posten, die in Schkölen 2020 ein Loch von 500.000 Euro reißen können. „In den ersten Monaten des Jahres mussten wir Gewerbesteuern in Höhe von 100.000 Euro zurückzahlen“, sagte Darnstädt. Als noch viel größeren Brocken bezeichnete er die geringeren Erwartungen an Gewerbesteuern für dieses Jahr. „Hier hatten wir mit einer Million Euro gerechnet. Es werden aber nur 600.000 Euro. Das ergibt ein Minus von 400.000 Euro.“

In den vergangenen Tagen hatte der Bürgermeister mit den Vertretern der vier Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien gesprochen oder telefoniert. „Die Erwartungen an Gewerbesteuereinnahmen aus diesem Bereich für haben sich leider nicht erfüllt. Eigentlich steuern diese Firmen einen hohen Anteil bei.“

Das mögliche Minus von einer halben Millionen Euro wirkt sich auf geplante Baumaßnahmen in der Einheitsgemeinde aus. „Wir haben Verordnungen erlassen, bestimmte Dinge nicht zu tun. Das ist schmerzlich. Es ist eine schwierige Zeit.“

Ruhen lassen müssen die Verantwortlichen die Sanierung der Löschteiche in Wetzdorf, Rockau und Grabsdorf sowie die Umgestaltung des Löschteiches in Nautschütz zu einem Dorfteich. Auf Null geschoben werden muss die Sanierung der Anliegerstraße in Hainchen, die parallel zur Landesstraße führt. Auch die ins Auge gefasste Verschönerung des Aufgangs am Ratskeller in Schkölen muss erst einmal warten. Unberührt sind dagegen zwei Bauvorhaben im ländlichen Wegebau in Schkölen. Der Kämpfmühlenweg wird errichtet. Die Finanzierung ist gesichert. Ende Juni soll die Asphaltschicht auf dem Weg aufgebracht sein. Für den Sausdorfer Weg ist die Ausschreibung erfolgt, die Auftragserteilung läuft. Ende Oktober soll diese Maßnahme abgeschlossen sein.

Finanziell günstiger entwickeln sich die Projekte für die Löschwasserbereitstellung für Launewitz und Willschütz. Die anfänglich konzipierten 80.000 Euro werden wohl unterschritten.

Offen ist, wie es mit der vom Landratsamt niedergelegten Fläche neben der ehemaligen Drogerie Gaudigs in Schkölen weitergeht. Nach Darnstädts Informationen belaufen sie sich die Kosten einer Beräumung auf 25.000 Euro. „Ich setze auch hier auf Gespräche mit dem Landratsamt.“

Am Dienstag ist Darnstädt im Landratsamt unterwegs, um über das Wohngebiet „Naumburger Straße/rechte Seite“ zu sprechen. „Der bisherige B-Plan muss geändert werden, da verschiedene Dinge angepasst werden. Das heißt, wir müssen einen neuen B-Plan aufstellen. Wir werden prüfen, was möglich ist und was nicht.“

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