Schöppeteich in Eisenberg hat die Saugprobe bestanden

Eisenberg.  Feuerwehr Eisenberg testet neue Entnahmestelle für Löschwasser. Über 200.000 Euro hatte die Kreisstadt in den Umbau zum Löschteich investiert

Vom Februar bis Juli 2020 hat die Stadtverwaltung Eisenberg den Schöppeteich zum Löschteich umgebaut. Da der Teich bisher zu wenig Wasser geführt hat, konnte die Freiwillige Feuerwehr Eisenberg erst am 19. November eine Saugprobe für die künftige Löschwasserentnahmestelle durchführen. Der Test funktionierte problemlos. 

Vom Februar bis Juli 2020 hat die Stadtverwaltung Eisenberg den Schöppeteich zum Löschteich umgebaut. Da der Teich bisher zu wenig Wasser geführt hat, konnte die Freiwillige Feuerwehr Eisenberg erst am 19. November eine Saugprobe für die künftige Löschwasserentnahmestelle durchführen. Der Test funktionierte problemlos. 

Foto: Susann Grunert

Mit ein paar Minuten Verspätung rollten am Donnerstagmorgen, 19. November, Stadtbrandmeister Ronny Keutsch und Alexander Tennigkeit-Scharf von der Freiwilligen Feuerwehr Eisenberg zum Schöppeteich. Eine Gruppe Kinder aus der „Knirpsenbude“ samt Erzieherinnen warteten bereits ungeduldig. „Wir hatten den Schlüssel vergessen“, gab Ronny Keutsch zu. Und ohne den Vierkant bleibt die neu geschaffene Saugstelle am Schöppeteich auch für die Feuerwehr geschlossen.

Doch zum Glück war die Saugprobe ja nur ein Testlauf für den Notfall. Zwischen Februar und Juli dieses Jahres hatte die Stadt den Schöppeteich zum Löschteich umbauen lassen. Dazu gehörten die Entschlammung des Teichs, die Erneuerung des Ablaufbauwerks (Mönch), die Sanierung von Uferbereich und Ufermauer, Baumfäll- und Baumpflegearbeiten und natürlich die Errichtung einer Zapfstelle für die Feuerwehr. Dazu wurde eine Aufstellfläche für die Feuerwehrfahrzeuge gebaut und der Schöppeteich neu umzäunt. Über 200.000 Euro hat die Kreisstadt dafür investiert.

„Die Saugprobe stand noch aus“, meinte am Donnerstag Eisenbergs Bürgermeister Michael Kieslich (CDU). Nach der Fertigstellung der Arbeiten im Juli dieses Jahres habe der Schöppeteich dafür nicht genügend Wasser geführt. Mittlerweile habe der Teich, der sich ausschließlich aus Niederschlagswasser füllt, aber wieder einen ordentlichen Pegel erreicht, so dass die vorgeschriebene Saugprobe an der neuen Entnahmestelle für Löschwasser nachgeholt werden konnte.

Der Stadtbrandmeister und sein Kollege brauchten dann auch nur wenige Minuten, bis die Saugstelle mit mit der Pumpe des Fahrzeugs verbunden war. Kurz darauf strömte bereits das Wasser – zur großen Freude der interessierten Kinder – in hohem Bogen aus dem Schlauch: Saugprobe bestanden. „Das ist alles genau so, wie wir uns das vorgestellt haben“, bilanzierte Ronny Keutsch. Ohne großen Aufwand könne die Wehr im Notfall hier auf Löschwasser zugreifen – „eine feine Sache.“

Mit der neuen Entnahmestelle am Schöppeteich sei nun die Löschwasserversorgung für ein weiteres Quartier gesichert, zu dem unter anderem das Sozialzentrum der Awo gehört, sagte Michael Kieslich. Als nächstes und vorerst letztes Projekt sei nun der Einbau einer Löschwasser-Zisterne neben dem Tonteich geplant. Hier hatte sich die Verwaltung gegen die Einrichtung einer Saugstelle direkt am Teich entschieden, weil dann eine Umzäunung des Gewässers zwingend notwendig geworden wäre. Mit Blick auf den dort ansässigen Angelverein wurde dieser Plan zugunsten der Zisterne verworfen.