Schüler-Kunst gegen das Koma-Saufen

Eisenberg/Stadtroda.  Nach ersten Projekten an Schulen in Schkölen und Stadtroda sind wieder Ideen junger Leute aus dem Landkreis gefragt.

Das Projekt „bunt statt blau“ an der Regelschule Stadtroda. Die Schüler gestalteten dazu im Vorjahr Plakate.

Das Projekt „bunt statt blau“ an der Regelschule Stadtroda. Die Schüler gestalteten dazu im Vorjahr Plakate.

Foto: Ute Flamich

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„Bunt statt blau“ heißt die Aktion, mit der die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) seit dem Jahr 2010 gemeinsam mit Schülern gegen das Koma-Saufen antritt. Im Vorjahr hatten sich Schüler aus den Regelschulen in Stadtroda und Schkölen mit selbst gestalteten Plakaten an der Aktion beteiligt. Mit der Option auf Wiederholung. Stark vertreten waren auch die Jugendlichen aus der Stadt Jena. Die 14-jährige Schülerin Rebecca Rümmler aus Jena hatte 2019 den 5. Platz im Plakatwettbewerb in Thüringen belegt.

In diesem Jahr wird der Plakatwettbewerb fortgesetzt. Schulen und junge Leute im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren aus dem Saale-Holzland-Kreis können sich für die Teilnahme anmelden. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

Beste Schüler-Plakate werden prämiert

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Die Aufklärung über die Gefahren eines riskanten Alkoholkonsums gelingt mit dem Wettbewerb sehr gut“, erklärt Doreen Kunath von der auch für den Landkreis zuständigen DAK-Gesundheit in Jena. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen die jungen Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch“, sagt Doreen Kunath. Im Unterricht kann der Alkoholmissbrauch im Zusammenhang mit dem Wettbewerb speziell thematisiert werden. Und die Schüler können bis zum und 31. März Plakate gegen das Koma-Saufen entwerfen und in einer Ausstellung auch öffentlich machen. Die besten Plakate im Wettbewerb werden prämiert.

Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren kamen bundesweit jeweils rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Gegenüber der ersten Erhebung der Daten im Jahr 2000 haben sich die Zahlen um 128 Prozent erhöht. Seit dem Jahr 2013 ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen zwar leicht rückläufig, Experten fordern jedoch weiterhin eine verstärkte Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens.

Einsendeschluss für den Wettbewerb 2020 ist der 31. März. Anschließend werden in allen 16 Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt eine Bundesjury mit der neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, und DAK-Vorstand Andreas Storm sowie dem Hamburger Soul-Sänger Emree Kavás den Bundesgewinner. Weitere Informationen und die Teilnahmebedingungen gibt es unter: www.dak.de/buntstattblau

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