Schul-Arbeitsgemeinschaft Indianer in Schkölen

Mädchen und Jungen der Grundschule reiten und bemalen die Pferde und bauen einen Bumerang in der Natur vom Kämmeritz.

Arbeitsgemeinschaft Indianer der Grundschule Schkölen trifft sich jeden Dienstag in Kämmeritz zum Spielen in der Natur. Diesmal war auch Reiten angesagt. Foto: Angelika Kemter

Arbeitsgemeinschaft Indianer der Grundschule Schkölen trifft sich jeden Dienstag in Kämmeritz zum Spielen in der Natur. Diesmal war auch Reiten angesagt. Foto: Angelika Kemter

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Kämmeritz. "Hier oben ist es einfach herrlich!" , ruft die kleine Evelyn vom Pferderücken hinab zu ihren Spielkameraden und wirft die Hände in die Luft. Zum Glück wird der Wallach "Manne" von Anna Schaudinnus, der Reittherapeutin am Zügel geführt. "Harras" geht artig, so wie es Maria Bauer will, die in der Holzmühle Kämmeritz ein Freiwilliges soziales Jahr absolviert. Sogar dass die Kinder das Fell der Vierbeiner bemalt haben, ließen die beiden gutmütigen Pferde zu. Schließlich sind sie heute Indianerpferde, auf denen jeder, der mag, mal reiten darf. Die meisten Kinder möchten.

Reiten steht zwar nicht jede Woche auf dem Programm der Arbeitsgemeinschaft "Indianer", der Grundschule Schkölen, aber in der Holzmühle bei "Häuptling " Andreas Feustel sind die Kinder jeden Dienstag. Nachdem im Vergangenen Jahr "Abenteuer mit Robin Hood" angesagt waren und das Projekt beim Start 2009 einfach "Natur erleben" hieß, haben sich die Kinder jetzt gewünscht, Indianer sein zu dürfen. "Etwa 30 unserer über 50 Hortkinder nehmen den Sommer über an der AG Indianercamp teil", lässt Hortleiter Torsten Bremmes wissen. Im Winterhalbjahr stehen andere AGs, alle gefördert übers Kultusministerium, an: Rückenschule, Sport, Kunst und Handarbeit, Kochen und Backen.

Den Indianermaispudding, den die Sqaws Ingrid Liebich-Arnold und Mandy Lorenz jetzt servieren, haben sie nicht selber gekocht, sondern Dorothea Feustel. Nach dem Ritt auf den Pferderücken oder dem kleinen Fußmarsch durchs Dorf ist den Kindern eine kleine Stärkung willkommen. Aber bald schwirren sie wieder los. Die einen klettern auf Seilen umher – Feustels "Seilstark"-Projekt lässt grüßen – und Jan-Luca ist begeistert von der Baumstamm-Schaukel und ganz stolz, dass er heute schon das zweite Mal geritten ist. Martha und die beiden Lauras haben sich entschlossen, aus Leder Täschchen zu nähen. Moritz und Anastasia mühen sich mit Laubsägen, dem Sperrholz einen Bumerang abzuringen. "Das ist so ein fliegendes Teil, das von selber wieder zurück kommt", erklärt Moritz. Aber letzteres kann selbst der Hortleiter dem Bumerang nicht so richtig beibringen. Da brauchen wohl alle einen kleinen Lehrgang bei Andreas.

Die achtjährige Paula kündigt an: "Mit meiner Freundin Carmen bauen wir was für Tiere, die wir im Wasser finden." – "Mir gefällt auch das Budenbauen, das Schminken und das Klettern. Ich war schon ganz oft hier", sprudelt Evelyn hervor.

Pierre, Eric, Lisa, Martin, Janine, Albert und Noah sind inzwischen dabei, eine Brücke aus Steinen, Ästen und Brettern über den Wethau-Bach zu verlegen. Dass dabei mal Wasser in die Stiefel dringt, macht nichts. Da werden sie eben ausgezogen.

Andreas Feustel schmunzelt zu alledem: "Kann es was schöneres geben als strahlende Kinderaugen?

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