Schulfest am Stadtrodaer Gymnasium: In drei Tagen um die Welt

Stadtroda  Schulfest am Pestalozzi-Gymnasium Stadtroda

Auch Vulkane hatten Schüler gebastelt. Mit

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Harmonisch, interkulturell, kreativ und mit Sport, Spiel und Spaß gestaltete sich gestern das Schul- und Sommerfest des Johann-Heinrich-Pestalozzi-Gymnasiums Stadtroda.

„In 3 Tagen um die Welt“ ­lautete das Motto der Feierlichkeit. Das hatten die Schüler der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Laufe des Schuljahres selbst gewählt. Eine Gruppe von Gymnasiasten hatte dann unter der Leitung von ­Lehrerin Romana Schneider im Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften die Vorbereitungen dafür getroffen.

Die Projekttage von Montag bis Mittwoch dieser Woche standen ebenfalls unter dem Thema „In 3 Tagen um die Welt“. Zur Präsentation der in dieser Zeit entstandenen Gruppenarbeiten diente das Schulfest – in diesem Jahr zum bereits dritten Mal.

So waren gestern viele verschiedene Stände auf dem Schulhof aufgebaut, an denen die Schüler Dinge verkauften, erklärten, präsentierten oder jeder selbst kreativ werden konnte. Großer Beliebtheit erfreute sich zum Beispiel das T-Shirt-Bemalen. Helena Böttcher (12) war gerade dabei, einen Regenbogen auf die Textilie zu bringen. „Es macht Spaß“, sagte sie und ergänzte: „Es ist auch einfach mal cool, keine Schule zu haben. Und es ist schön zu sehen, was die anderen während der Projekttage so auf die Beine gestellt haben.“

An anderer Stelle saßen Virginia Hetze und Johanna Serbe an einem Stand in der Sonne. Virginia Hetze stammt aus Simbabwe und wohnt in Zossen bei Berlin. Die Soziologin und Musikerin kam als Bildungsreferentin für globales Lernen ans Stadtrodaer Gymnasium und hat mit einer Gruppe von Schülern die Projekttage zum Thema Simbabwe gestaltet. Gemeinsam wurde zum Beispiel landestypisch gekocht und wurden Stoffbeutel bemalt mit Symbolen, Glücksbringern und Co. des südafrikanischen Landes. Virginia Hetze spielte für die Schüler auf dem Daumenklavier und zeigte den Gymnasiasten, was die Kinder in ihrem Land so herstellen – wie kleine Autos aus Bast, Zweiräder aus Metall oder Fußbälle, gefüllt mit Zeitung und umhüllt von Plastik, alles mehr oder ­weniger gefertigt aus Müll. „Für mich war es mal was ganz anderes und ich fand das Projekt mit Frau Hetze sehr schön. Es hat Lust darauf gemacht, Simbabwe selbst kennenzulernen“, sagte Schülerin Johanna Serbe.

Neben beispielsweise Aus­tralien, den USA, China, Frankreich, Griechenland, Mexiko und Polen befassten sich Schüler gemeinsam mit Bildungs­referentin Yamuna Vanamali-Prautsch auch mit Indien. „Ich lege Wert darauf zu zeigen, wie ähnlich wir uns sind und welche Verantwortung wir hier tragen für die Länder des Südens“, sagte die Referentin, die selbst Inderin ist. Auch sie kochte mit den Schülern, bedruckte mit ihnen Taschen, zeigte den Film „Monsoon Wedding“, in dem Traditionelles und Modernes in Indien verschmelzen.

Wer wollte, konnte sein Wissen in einem Test rund um verschiedene Länder der Erde unter Beweis stellen. Oder aber sich ein pantomimisches Theaterstück im Lesegarten anschauen, Tiere der Welt kennenlernen, eine mexikanische Flöte bauen, sich auf die Spuren der Pharaonen begeben und vieles andere mehr.

Eine Tombola war ebenfalls organisiert. Den Erlös spendet die Schule an das Projekt „Gute Bildung für Kinder in Ruanda“ des Vereins „Plan International Deutschland“. Wie Schulleiterin Steffi Xylander gestern Abend noch informierte, kamen dabei 130 Euro zusammen. Dazu kommt noch Geld aus den Einnahmen der Verkäufe an den einzelnen Projektständen.

Zum Fest eingeladen waren auch die Schüler der jetzigen vierten Klassen sowie ehemalige Schüler.

Das Schul- und Sommerfest wird finanziert vom Förderkreis der Schule, aus einem Teil der Einnahmen aus dem schulinternen Frühstücksbasar sowie einer Bezuschussung für Schulen vom Landkreis. Das CVJM hatte eine Hüpfburg bereitgestellt.

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