SPD für gebündelte Suchtprävention im Saale-Holzland

Eisenberg.  Schmidt: Suchtprobleme sind Hauptgrund für Inobhutnahmen im Saale-Holzland

Junger Mann mit Bierflasche

Junger Mann mit Bierflasche

Foto: imago

Die SPD-Fraktion im Kreistag Saale-Holzland sieht sich in ihrem Vorstoß bestätigt, den Ursachen für die steigende Zahl von Inobhutnahmen im Landkreis auf den Grund zu sehen. Mit ihrer Anfrage zu den Inobhutnahmen im Sommer 2018 habe sie einen Stein ins Rollen gebracht, teilte Vize-Fraktionsvorsitzende Irene Schmidt mit. Nunmehr liege den Mitgliedern des Kreistages auf ihrer Sitzung ein Maßnahmenkatalog vor, der auf kurz-, mittel- und langfristige Ziele zur Suchtprävention aufbaue und sich an Familien, Kinder und Jugendliche richte.

Laut Schmidt mussten im vergangenen Jahr im Saale-Holzland-Kreis 60 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen werden, bis November 2020 seien es 62 Fälle gewesen. Die damit verbundenen Kosten würden seit Jahren für Diskussionen im Kreistag sorgen.

Mit dem Maßnahmenkatalog habe man nun einen ersten Schritt getan, die Suchtproblematik effektiv anzugehen. So sei die Behandlung des Themas in Schulen oftmals vom Engagement der Lehrer abhängig, so die Erfahrung von Schmidt.

Ziel muss es aus Sicht der SPD sein, dass alle Schüler an präventiven Maßnahmen teilnehmen können und dass Schulsozialarbeiter künftig auch an Grundschulen eingesetzt werden. Zudem müsse man Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche schaffen, die Kommunen stärker in die Problematik einbinden. Andere Landkreise seien hier dem Saale-Holzland um Jahre voraus. Die SPD fordert, dass der Kreis künftig für die Prävention und Koordination Geld bereitstellt.