Stadtroda: Bürgerin unzufrieden mit „Schöne Aussicht“-Lösung

Stadtroda  Nachgehakt: „Es bringt am Ende nichts, sich für Stadtroda einzusetzen.“

Von dieser Stelle in der Schöne-Aussicht-Straße aus hat man zurzeit noch die letzte ­öffentlich zugängliche schöne Aussicht ins Roda-Tal und Richtung Jena.

Von dieser Stelle in der Schöne-Aussicht-Straße aus hat man zurzeit noch die letzte ­öffentlich zugängliche schöne Aussicht ins Roda-Tal und Richtung Jena.

Foto: Ute Flamich

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Auch wenn die Stadt ein etwa 260 Quadratmeter ­großes Teilstück in der Schöne-Aussicht-Straße in Stadtroda verkauft hat, sollen die noch jungen Bäume und der Parkplatz auf dem restlichen Teil der städtischen Fläche an der Kreuzung Schöne-Aussicht-Straße/Ratsherrenweg erhalten bleiben. Zudem will die Stadt auf der Fläche einen Aussichtspunkt installieren. Darüber informierte kürzlich Claudia Thieß vom Bauamt der Stadt auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Mit dieser Lösung bin ich nicht zufrieden, das ist mir zu wenig“, sagte nun die Anwohnerin, die sich schon lange und vehement für den Erhalt des schönen und freien ­Blickes von dem städtischen Grundstück aus in Richtung Jena eingesetzt hatte. „Es hätte Stadtroda gut getan, ­etwas Schönes und Sehenswertes zu haben. Aber so viel Platz bleibt nun nicht mehr dafür, wenn diejenigen, die die Teilfläche erworben haben, dort erst einmal gebaut haben. Der Blick wird trotz allem deutlich eingeschränkt sein“, sagt sie.

Bitter aufgestoßen sei ihr auch die Formulierung seitens der Stadt, dass sie „ihren Aussichtspunkt bekommen soll“. „Ich ­habe das nicht für mich getan“, betont die Anwohnerin, die seit weit mehr als 50 Jahren im Wohngebiet „Schöne Aussicht“ lebt. „Ich persönlich kann den schönen Blick von meinem Balkon aus jederzeit genießen. Mir war es aber wichtig, mich für ­andere, für nachfolgende Generationen einzusetzen. Sie sollten auch noch den herrlichen Blick ins Roda-Tal, nach Hainbücht, Gernewitz, Laasdorf, Zöllnitz, nach Jena, die Hochebene Wöllmisse und so weiter haben.“

Was sie aus ihrem Engagement gelernt habe sei, „dass es am Ende nichts bringt, wenn man sich für Stadtroda einsetzt. Die Stadt zieht es letztlich so durch, wie sie es will.“

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