Stadtrodas Schützen hoffen auf die Weihnachtsfeier

Stadtroda.  Corona bringt das Vereinsleben der Schützengesellschaft zu Roda 1810 fast zum Erliegen. Doch es gibt Pläne für 2021

Der Vorstand der Stadtrodaer Schützen: (von links) Lars von Ahn , Klaus Langhof, Friedrich Schwarze, Dietmar Gruber, Holger Stempien, Mario Schreiter und Andreas Kirsch.

Der Vorstand der Stadtrodaer Schützen: (von links) Lars von Ahn , Klaus Langhof, Friedrich Schwarze, Dietmar Gruber, Holger Stempien, Mario Schreiter und Andreas Kirsch.

Foto: Jens Henning

Das Tontauben-Schießen musste ausfallen. Nun wurde auch das Jahresabschlussschießen abgesagt. „Jetzt hoffen wir, dass wir wenigstens unsere Weihnachtsfeier noch durchführen können“, sagte Friedrich Schwarze, Vorsitzender der Schützengesellschaft zu Roda 1810.

Am Samstag, 5. Dezember, wollen sich die Schützenbrüder und -schwestern im Schützenhaus Stadtroda treffen. „Noch steht die Veranstaltung“, sagt Schwarze. Die Nachrichten der letzten Tage über die Entwicklung der Corona-Infektionszahlen lassen allerdings Zweifel aufkommen. „Es wäre ein Novum in der langen Vereinsgeschichte, wenn wir uns Weihnachten einmal nicht treffen könnten“, sagte Schwarze.

Eigentlich hätten bei der Gelegenheit schon Pläne für das kommende Jahr geschmiedet werden sollen. Das beginnt bei den Stadtrodaer Schützen traditionell am ersten Januar-Wochenende mit einem Training.

Ende Februar ist die Jahreshauptversammlung vorgesehen. Die Veranstaltung wird wohl im D-Zug-Tempo durchgeführt werden müssen, „denn die Berichte vom abgelaufenen Jahr fallen alle durchweg kurz und bündig aus. Wir konnten ja seit April nichts mehr machen. Seit dieser Zeit ruht mehr oder weniger das Vereinsleben, sieht man mal von Telefonaten ab“, sagte der Vereinschef.

Es gab eine Ausnahme: das Königsschießen mit der Ermittlung des Schützenkönigs und des 1. und des 2. Ritters in der Schießhalle in Pößneck. Schwarze konnte nach 2014 zum zweiten Mal die Schützenkette gewinnen. Präsentieren konnte er das gute Stück bisher noch nicht. „Wir hatten eine Einladung bekommen von der Stadtrodaer Paten-Kompanie der Bundeswehr. Auch diese Feier wurde abgesagt.“

Doch zumindest einen Punkt gibt es, über den sich Friedrich Schwarze freuen kann: Die Mitgliederentwicklung ist stabil geblieben. „Im Gegenteil, wir haben sogar einen Zugang bekommen. Das ist sehr erfreulich“, sagte der Mann aus Waldeck.

Dass das Vereinsleben bei den Stadtrodaer Schützen nahezu zum Erliegen gekommen ist, bedauern alle. „Wir sind aber keine Ausnahme. Ich hatte mit einem Vertreter vom Bundesvorstand aus Eisenach telefoniert. Der hört diese oder ähnliche Probleme aus allen Vereinen.“

Das Herzstück der Stadtrodaer Schützengesellschaft, die Vereinsfahne, hängt nach wie vor im Schützenzimmer, geschützt hinter Panzerglas. Die seit Monaten geplante Reinigung der Fahne ist noch nicht erfolgt. „Die Firma, die die Fahne reinigen möchte, hatte uns angeschrieben. Wir brauchen aber vorher noch das Okay wegen der Finanzierung für das Säubern des hochwertigen Fahnenstoffes“, sagte Schwarze.