SV Schott: Ein Spiel zum Vergessen

Geratal  Fußball, Thüringenliga: 1:0 siegt der SV Schott Jena in Geratal

Falk Werner, Trainer SV Schott Jena.

Falk Werner, Trainer SV Schott Jena.

Foto: Marcus Schulze

Ein Spiel zum Vergessen. Keine Chancen, auf beiden Seiten. Dennoch gab es in Geratal einen Sieger. Schott-Trainer Falk Werner resümierte kurz und knackig: „Über die Leistung kann man sich nicht freuen, aber über die Punkte.“

Jetzt müsste ein Spielbericht folgen. Allerdings tat sich außer belanglosem Geplänkel zwischen den Strafräumen nichts Brisantes. Die Zuschauer litten mit den Trainern. Zwei Höhepunkte waren lediglich die Gelb-Roten-Karten. In der 31. Minute musste Tony Braunschweig von den Gastgebern die Segel streichen, nachdem er gelbwürdig gefoult und sich dann über den Karton unflätig beschwert hatte. Doch das änderte nichts am Gekicke. Die Gäste konnten kein Kapital aus der Überzahl schlagen. Irgendwann war die Parität auf dem Spielfeld dann wieder hergestellt. Der zuvor eingewechselte Thomas Stauch foulte innerhalb weniger Minuten zweimal, musste ebenfalls den aufgeweichten Platz verlassen (64.).

Als alle den Abpfiff herbei sehnten, sich letztlich mit einem Punkt zufrieden geben wollten, passierte was. David Thorwarth köpfte einen Eckball für Geraberg über den Kasten (88.). Bereits in der Nachspielzeit gelang auf der anderen Seite Oliver John ein weiter Pass in den Sturm, auf Tom Sturm. Der machte es gekonnt, schlenzte mit dem Außenrist den Ball am Keeper vorbei zum 0:1 (90. + 1) ins Netz. Der Gegenschlag gelang den Gastgebern nicht mehr, weil Bastian Bischof im Sechzehner von Schott-Kapitän Richard Arnold entscheidend gestört wurde. Über einen Elfer hätte sich der Sieger allerdings nicht beschweren können.

Glaswerk-Coach Falk Werner sah trotz der Freude über den wichtigen Dreier gleich wieder die Realität: „Wir müssen deutlich zulegen, die Jungs müssen schnell lernen, denn das hatte nichts mit Landesliganiveau zu tun.“ Und fügt mit leichter Ironie hinzu:“Oder unsere Ansprüche sind zu hoch.“

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