Tröbnitz: Schon der Ur-Ur-Opa machte Blasmusik

Tröbnitz  In Tröbnitz wurde wieder das stimmungsvolle Blasmusikfest gefeiert.

Die Jenaer Straßenmusikanten bei ihrem Auftritt in der Festhalle

Die Jenaer Straßenmusikanten bei ihrem Auftritt in der Festhalle

Foto: Jens Henning

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Sie hatten es eilig. Der Auftritt des Jugendblasorchesters Tröbnitz (JBO) beim 26. Tröbnitzer Blasmusikfestes am Sonntag in der Festhalle war kaum beendet, da ging es für die Nachwuchs-Musiker Luise, Klara, Annemarie, Henrik, Lucio und Florentine weiter zur Sommerfreizeit des Blasmusikverbandes Thüringen nach Goldlauter. Die vier Mädchen und zwei Jungen gehören eigentlich alle noch zum Nachwuchsorchester, zu den „Schwarz-Roten-Kerlen“. Am Sonntag standen sie dennoch mit im Rampenlicht der größten Blasmusik-Veranstaltung des Jahres in Tröbnitz.

„Sie haben ihre Sache richtig klasse gemacht“, sagte Andrea Fahr, Finanzerin beim JBO über die sechs Nachwuchskräfte.

Aus dem Nachwuchsalter längst herausgewachsen ist Björn Fischer (41). „Dass ich hier mitspiele, das liegt sicherlich an der Familie. Mein Ur-Ur-Opa hatte in Geisenhain die Blasmusik mit etabliert. Mein Vater Konrad war auch aktiv. Mein Cousin Thomas spielt auch im JBO mit“, sagte Björn Fischer.

An seine eigenen Anfänge mit der Musik vor gut 35 Jahren konnte er sich noch gut erinnern. „Damals in der Schule konnte man zwischen Sport oder Orchester wählen. Sport kam für mich nicht wirklich in Frage. Da habe ich mich musikalisch ausprobiert – und bin bis heute hängen geblieben. Die Blasmusik ist mein Hobby. Und ein Hobby macht man immer mit viel Herz“, sagte der 41-Jährige.

Er verglich die Auftritte des JBO mit dem Mannschaftssport. „Da zählt auch der Gemeinschaftsgedanke. Das ist in der Blasmusik nicht anders.“

Großartige Veränderungen konnte er im Vergleich zu den Anfangsjahren des Blasmusikfestes nicht ausmachen. „Die Anforderungen des Publikums haben sich in den zwei Jahrzehnten kaum verändert. Sie wollen von uns und von unseren befreundeten Kapellen und Formationen unterhalten werden“, sagte Fischer.

In diesem Jahr standen neben den zwei Tröbnitzer Formationen – den Tröbnitzer Musikanten und dem JBO Tröbnitz – das Jugendblasorchester Lobenstein, der Musikverein Tautenhain und die Schnaudertaler Musikanten auf der Bühne. In den Umbau-Pausen spielten die Mitglieder der Jenaer Straßenmusikanten.

Neu waren die Musiker aus der Moorstadt Bad Lobenstein. „Wir hatten Kontakt zum dortigen Jugendblasorchester. Wir sollten dort spielen. Das kam dann leider nicht zustande. Im Gegenzug hatten wir die Bad Lobensteiner zu unserem Fest eingeladen“, sagte Stefanie Lindner vom Orchesterbeirat des JBO Tröbnitz.

Das Bild des Tages lieferte der Blasmusikfest-Dauergast Karl-Heinz „Karli“ Hildebrandt aus Stadtroda. Er trug ein Shirt, auf dem stand der Aufdruck: „Schön, dass ich diesen Moment miterleben darf.“

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