Voigt regt klinikübergreifende Pflegefachkraft-Offensive im Saale-Holzland-Kreis an

Bad Klosterlausnitz  Vorschlag des CDU-Landespolitikers stößt bei Gespräch mit der Geschäftsführung der Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz auf offene Ohren.

Chefarzt Farsin Hamzei (rechts) von der Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz erklärte den CDU-Politikern Albert Weiler (links) und Mario Voigt die Funktion eines „Erigo“. Mit dem Gerät werden Reha-Patienten wieder an das Laufen herangeführt. 

Chefarzt Farsin Hamzei (rechts) von der Moritz-Klinik in Bad Klosterlausnitz erklärte den CDU-Politikern Albert Weiler (links) und Mario Voigt die Funktion eines „Erigo“. Mit dem Gerät werden Reha-Patienten wieder an das Laufen herangeführt. 

Foto: Frank Kalla

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Angesichts des Fachkräftemangels im Pflegebereich hat CDU-Landtagsabgeordneter Mario Voigt die Bildung eines Verbundes aller Kliniken im Saale-Holzland-Kreis angeregt, der gezielt Fachkräfte aus dem Ausland in die Region holen könnte.

Voigt, der gestern gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Weiler und Bürgermeisterin Gabriele Klotz (CDU) Arbeitsgespräche mit Klinikvertretern im Kurort Bad Klosterlausnitz führte, erklärte beim Treffen mit der Geschäftsführung der Moritz-Klinik, er fände es gut, wenn man sich angesichts des Wettbewerbes um Pflegefachkräfte in der Außendarstellung im Verbund und als Region präsentieren würde.

Christoph Essmann, Geschäftsführer der Moritz-Klinik, sagte, er hätte auch mit Blick auf das Ausland keine Probleme, wenn er beispielsweise mit David-Ruben Thieß von den Kliniken Eisenberg etwas gemeinsam in dieser Richtung machen würde. Derzeit sei es ja so, dass sich jede Klinik ihr eigenes Land zur Fachkräftegewinnung suche.

Positives Echo auch vom Chefarzt der Neurologie, Farsin Hamzai. „Ich halte das für sehr sinnvoll, es geht ja um die Vermarktung einer ganzen Region.“

Wie andere Reha-Einrichtungen auch kämpft die Moritz-Klinik mit der gezielten Abwerbung von Pflegefachkräften durch Krankenhäuser, die höhere Gehälter und Prämien bieten. Nach Darstellung der Moritz-Klinik könne man diesem Wettbewerb wenig entgegen setzen, weil man sich reinweg aus den Vergütungssätzen der Leistungsträger finanzieren müsse.

Dass man sich in einem regionalen SHK-Verbund zur Anwerbung von Fachkräften mit der Konkurrenz in ein Boot setzen müsste, würde Chefarzt Hamzai nicht stören. „Wichtig ist doch, dass wir als Region von den potenziellen Pflegefachkräften wahrgenommen werden.“

Weiteres Thema der Runde war die schleppende Anerkennung von medizinischen Abschlüssen von Fachkräften aus dem Ausland durch das Thüringer Landesverwaltungsamt.

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