Volvo kracht bei Laasdorf in einen Zaun

Stadtroda.  Der angetrunkene Autofahrer war zu schnell unterwegs auf regennasser Fahrbahn.

Das Unfallauto bei Laasdorf

Das Unfallauto bei Laasdorf

Foto: Jens Henning

Die Autofahrer, die am Freitagmorgen auf der Landstraße von Stadtroda in Richtung Jena unterwegs waren, staunten nicht schlecht über den Volvo S80, der hinter dem Zaun der Laasdorfer Firma EGM feststeckte.

Wie die Polizei vermeldete, war ein 35-Jähriger am Donnerstag, 20.25 Uhr, nach links von der Fahrbahn abgekommen. Der weitere Weg des Autos bis hinter die Umzäunung hatte schon etwas von einem fernsehreifen Stunt.

Der Autofahrer war auf regennasser Straße viel zu schnell unterwegs. Er überrollte das angrenzende Feld auf einer Länge von 30 Metern. Das Auto schlitterte anschließend über einen Graben. Nicht genug damit: Das Fahrzeug kam, wie durch ein Wunder, nicht etwa an dem angrenzenden Hang zum Stehen, sondern krachte auch noch den Hang hin­auf, durchbrach ein Zaunsfeld. An einer Anpflanzung endete die Fahrt.

Wie sich herausstellte, war der Autofahrer alkoholisiert. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,06 Promille. Und dann besteht nach einem Vortest der Verdacht, dass der Fahrer Drogen zu sich genommen hat. Der Führerschein wurde ihm entzogen. Die Version des Fahrers für den Grund des Unfalls lautete: Er sei einem Waschbär ausgewichen.

Da es sich um eine Straftat handelt, wird die Akte der Staatsanwaltschaft zugeleitet. Die Behörde entscheidet über ein mögliches Strafmaß. Andere Personen kamen bei dem Unfall nicht zu schaden. Der Schaden am Zaun wurde auf 1000 Euro geschätzt, der Schaden am Volvo auf 4000 Euro.