Vor 20 Jahren: Eisenberg läuft Staffel-Rekord

Eisenberg  1920 verewigen sich im Guinness-Buch

Rene Hoffmann läuft ins Ziel beim Rekordlauf.

Rene Hoffmann läuft ins Ziel beim Rekordlauf.

Foto: ARCHIV

Heute auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 11. Juli 1999, schrieb die Stadt Eisenberg eine ganz besondere Geschichte. 1920 Läuferinnen und Läufer aus Mitteldeutschland legten damals hintereinander und ununterbrochen eine 400-Meter-Runde im Stadion des Friedens in Eisenberg zurück.

Als letzter Sportler durfte Rene Hoffmann vom gastgebenden FSV Einheit Eisenberg auf die Bahn. Er hatte die Idee für den Staffel-Lauf, der am Freitagmorgen um zehn Uhr begann und am Sonntagnachmittag endete. Den Startschuss gab die ehemalige 100-Meter-Sprinterin Marlies Göhr. Die bisherige Bestleistung lag bei 1000 Läufern. Um als Rekord anerkannt zu werden, waren mindestens 1100 Läufer nötig. Diese Schallmauer hatten die Macher bereits am Sonnabend um 14.12 Uhr durchbrochen.

„Es waren drei unglaubliche Tage im Juli 1999. Wir hatten zwar im Vorfeld vieles planen können. Eine Garantie, dass wir am Ende wirklich den Rekord schaffen, konnte dir aber keiner geben. Wenn ich allein an die Nacht- und Morgenstunden denke. Es mussten immer Läufer bereitstehen. Die Staffel durften nie unterbrochen werden, sonst hätte es mit dem Rekord nicht geklappt. Die Begeisterung war so groß, einige Läufer warteten bis zu vier Stunden im Stadion, nur um ihre Runde laufen zu können“, sagte der heute 80 Jahre alte FSV-Geschäftsführer Robert Schieferdecker, der auch 1999 schon alle organisatorischen Fäden in den Händen hielt.

Einen Tag nach dem Rekordlauf verschickte Robert Schieferdecker alle Unterlagen zum Groß-Ereignis an die Hamburger Guinness-Buch-Redaktion. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, ob der Staffellauf „1920 mal 400 Meter“ tatsächlich einen Eintrag im Guinness-Buch finden würde, erinnerte sich Schieferdecker, „denn die Redaktion erhält jedes Jahr unzählige Anfragen für Rekordversuche“. Einige Wochen später war es Gewissheit. Von der Reaktion aus Hamburg kam nicht nur die Anerkennung über den Rekord, sondern auch die Bestätigung, dass der Lauf im nächsten Buch der Rekorde berücksichtigt wird.

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