Meine Meinung

Wann hat der Streit ein Ende?

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg

Angelika Munteanu, OTZ-Redaktion Eisenberg

Foto: Marcus Schulze

Angelika Munteanu über den tiefen Graben im Eisenberger Stadtrat.

Die tiefe Kluft im Eisenberger Stadtrat, die sich vor Jahren in der Bürgermeister-Lippert-Ära aufgetan hatte, ist schier unüberwindlich. Das zeigt neuerlich der Streit um zusätzliche Stellplätze für Wohnmobilisten in der Kreisstadt. Bernward Müller als CDU-Stadtratsfraktionschef hatte ihn erwartet. Der Außenstehende mit dem Blick auf die Sache nicht zwingend.

Letztlich bot der Vorstoß der CDU für ein erweitertes touristisches Angebot mal wieder Anlass fürs gründliche Waschen dreckiger Wäsche. Den Vorwurf der Lobbywirtschaft für das Krankenhaus mit seiner Gastronomie als Nutznießer zusätzlicher Gäste kann man erheben – muss man aber nicht. Am Ende entscheidet der Besucher, ob er im Fünf-Sterne-Restaurant speisen will oder sich im Supermarkt ein paar Semmeln fürs Abendessen holt.

Daran zu erinnern, wo die Infrastruktur noch immer im Argen liegt, ist zwar legitim. Der Druck ist auch nötig, damit Wichtiges wie die Sanierung von Busplatz, Roßplatz oder Mühltal-Eingang am Krankenhaus nicht aus dem Blick geraten. Das eine zu wollen, heißt aber nicht, anderes zu lassen.

Ein Kompromissvorschlag, den CDU-Antrag zu reduzieren und die Fokussierung auf den Parkplatz am Krankenhaus zu streichen, kam von keiner Seite. Eine Brücke über der Kluft wäre das gewesen.

Streit um neue Caravan-Stellplätze in Eisenberg