Was es am Tag des offenen Denkmals im SHK zu entdecken gibt

Saale-Holzland-Kreis  Am Tag des offenen Denkmals am Sonntag gibt es auch im Saale-Holzland-Kreis viel zu entdecken

Zum Tag des offenen Denkmals können Interessierte erstmals einen Blick hinter den Bauzaun und die Planen der Carl-Alexander-Brücke in Dorndorf-Steudnitz werfen. Die 1892 erbaute Stahlbogenbrücke wird seit Juni 2018 aufwendig restauriert. Von 10 bis 16 Uhr informieren Mitglieder des Brückenvereins wie Matthias Bornschein über den aktuellen Sanierungsstand.

Zum Tag des offenen Denkmals können Interessierte erstmals einen Blick hinter den Bauzaun und die Planen der Carl-Alexander-Brücke in Dorndorf-Steudnitz werfen. Die 1892 erbaute Stahlbogenbrücke wird seit Juni 2018 aufwendig restauriert. Von 10 bis 16 Uhr informieren Mitglieder des Brückenvereins wie Matthias Bornschein über den aktuellen Sanierungsstand.

Foto: A. Schimmel

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Die zentrale Eröffnungsveranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals“ für den Saale-Holzland-Kreis findet am Sonntag um 10 Uhr in der Brehm-Gedenkstätte statt.

An der ehemaligen Wirkungsstätte des Naturforschers werden ganztägig Führungen durch die Räume des generalsanierten Hauses angeboten. Es gibt Erläuterungen zu Konzept und Entstehung der neuen Dauerausstellung über das Leben des „Vogelpastors“ Brehm. Das Briefarchiv der Brehms kann besichtigt werden, 12.30 und 15 Uhr zeigen die Naturkinder den Besucherkindern das Museum und die Natur.

Schloss Christiansburg in Eisenberg, heute Sitz der Kreisverwaltung, ist gemeinsam mit der Schlosskirche eine der besterhaltenen barocken Anlagen im thüringisch-sächsischen Raum. Sie wurde 1680-92 von Herzog Christian von Sachsen-Eisenberg erbaut. Um 14 Uhr beginnt im Schloss eine Führung. Treff ist am Haupteingang auf dem Schlosshof. Die Schlosskirche kann von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden, Gästeführerin Bea Müller gibt in der Rolle der Schlossherrin Christiana den Gästen Audienz, im Bogengarten ist Kunst anzuschauen.

Ein lohnendes Ziel für Eisenbahn-Fans ist der Bahnhof Camburg am Sonntag. Die Saalebahnstrecke wurde am 1. Mai 1874 eröffnet und mit ihr das Bahnhofsgebäude, welches sich heute in Privatbesitz befindet. Die Gäste können sehen, welchen Fortschritte der Umbau zu einer Pension mit Biergarten und Kulturtreffpunkt bisher gemacht hat. Geöffnet ist von 10 bis 16 Uhr. Geöffnet ist auch das Stadtmuseum von 11 bis 16 Uhr, in dem originale Handwerker-Werkstätten, eine historische Gefängniszelle und die Sonderausstellung mit Teddybären besichtigt werden können.

In dem kleinen Dorf Döbritschen bei Camburg wurde 1904 das erste Wasserkraftwerk Mitteldeutschlands eröffnet. Es erzeugt noch heute Strom. Historischen Maschinen und Originalturbinen im Einsatz können bestaunt werden. Von 9 bis 17 Uhr gibt es zudem Vorführungen von historischen Holzsäge- und Holzhackmaschinen.

Seit Monaten ist die 1892 erbaute Stahlbogenbrücke, die die Saaleufer von Naschhausen und Dorndorf verbindet, unter Bauplanen versteckt.

Jetzt können Interessierte erstmals einen Blick hinter die Planen werfen. Von 10 bis 16 Uhr informieren Mitglieder des Brückenvereins über dien aktuellen Sanierungsstand an der Carl-Alexander-Brücke. Besucher können die baulichen Veränderungen und Fortschritte in Augenschein nehmen. Sie bekommen auch Informationen über die technischen Schwierigkeiten und Gründe für den Kostenanstieg.

Seinen Besuch haben um 13 Uhr Großherzog Carl Alexander mit Gefolge und die Dornburger Rosenkönigin angekündigt. Nur wenige Schritte weiter empfängt auch die „Alte Schule“ Besucher. Sie wurde 13 Jahre vor der Brücke auf Veranlassung und Kosten von Großherzogin Sophie erbaut.

Normalerweise finden im Alten Schloss von Dornburg wissenschaftliche Tagungen statt, am Sonntag jedoch öffnen sich die Türen für Besucher. 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr gibt es Führungen, um 17 Uhr spielt das Blechbläserquartett Dresden im Kaisersaal.

Zum diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“ können im Heimatmuseum Stiebritzgroße und kleine Besucher viele Momente der Kultur der Steinzeit „in echt“ erleben. Rudolf Wendling wird Pfeilspitzen und Messerklingen aus Feuerstein herstellen und zeigen, mit welchen genialen Hilfsmitteln und Werkzeugen unsere Vorfahren lebten. Kinder können selbst ein Steinzeitmesser herstellen. Auch gibt es die Chance, sich im steinzeitlichen Bogenschießen auszuprobieren.

In Frauenprießnitz locken gleich zwei Attraktionen: die ehemalige Klosterkirche „St. Mauritius“, Mittelpunkt eines Zisterzienserinnenkonvents schon im 13. Jahrhundert. Ihr Turm wurde von der Kirchgemeinde im letzten Jahr aufwendig saniert. Die Kirche beherbergt mit der von Thomas Schenke von 1998 bis 2008 erbauten Orgel eine der größten Orgeln in einer Dorfkirche Mitteldeutschlands. Die Kirche ist von 9 bis 18 Uhr zur Besichtigung geöffnet.

Zur gleichen Zeit empfängt auch das nur wenige Schritte entfernte Rentamt, 1780 auf den Mauern des alten Schlosses der Schenken von Tautenburg errichtet, interessierte Gäste. Der 30 Meter hohe Turm kann bestiegen, das Heimatmuseum im Haus besichtigt werden. In der alten Schmiede wird das Schmiedefeuer entfacht.

Mit einem festlichen Nachmittag rund um die St. Bartholomäuskirchewird in Großlöbichau am Sonntag „das neue Gewand“ der Kirche gefeiert. Seit 2018 wurden die Mauern des Gotteshauses stabilisiert und saniert, und es strahlt seither in freundlichem Englischrot. Ab 13 Uhr öffnet ein Kreativmarkt, 14 Uhr findet ein Festgottesdienst statt, 16 Uhr ein Konzert „Sommerserenade“ mit Familie Jagusch. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Zum ersten Mal öffnet am Sonntag von 11 bis 17 Uhr im einstmals prächtigen Neuen Jagdschloss Hummelshain das „Schloss-Café“ seine Pforten. Mitglieder des Fördervereins bieten hier Kaffee aus Porzellanbechern einer Sonderedition an, deren Verkauf der Spendenkasse der Vereins zugute kommt. Bei Führungen können sich die Besucher von den Fortschritten der Dachsanierung am Schloss überzeugen. Zeitgleich findet im Park unterhalb des Schlosses das „Fest des Waldes und der Jagd“ statt.

Ein Abstecher ist zudem in das Alte Gut Hummelshain möglich, das von der Gemeinde saniert wird. Dort führt um 13 und 14 Uhr die Interessengemeinschaft Thüringer Barock aus Zeutsch Theaterszenen in barocken Kostümen auf. Auch das „Tante Irma Museum“ ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Alpenverein Jena öffnet am Sonntag von 10 bis 17 Uhr die Tür seines Wandererdomizils, „Haus Helenenstein“, hoch über dem Saaleufer in Rothenstein. Das Wanderheim wurde 1931-33 für Naturfreunde gebaut, die das Selbstversorgerhaus mit Holzöfen und einem Matratzenlager für 24 Personen auch heute nutzen können.

In Kahla ist ein Blick hinter die Tür der katholischen Nikolauskirche möglich, eine der ältesten des Bistums Dresden-Meißen mit wechselvoller Geschichte. Ab 1588 war sie Begräbniskirche, als sie dafür nicht mehr gebraucht wurde, diente sie als Stall und Baumaterial-Lager. Erst 1963, seit es wieder eine katholische Gemeinde gibt, wurde sie ihrer eigentlichen Bestimmung zurück gegeben. 2017 wurde sie grundlegend saniert und restauriert.

Die Stadtkirche St. Margarethen ist noch etwas älter, wurde jedoch beim großen Stadtbrand 1410 zerstört und später wiederaufgebaut. Geöffnet ist sie ab 10 Uhr, ab 14 Uhr wird ein Gemeindefest neben der Kirche und im Pfarrhof gefeiert.

Die Innenrenovierung und die Sanierung der alten Orgel sind die nächsten Vorhaben in der Kirche von Großkröbitz. Das Kleinod „auf dem Gebirge“ südwestlich von Jena öffnet am Sonntag ab 14 Uhr seine Türen und kann bei Führungen besichtigt werden. Um 16 Uhr gibt Holger Sauerbrey, besser bekannt als Mundharmonika-Artist Josa, ein Konzert in der Kirche. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Kirchsanierung werden erbeten. Für Verpflegung ist gesorgt.

Der Burgverein Orlamünde begrüßt von 13 bis 18 Uhr Besucher in der „ Kemenate“. Bei Führungen durch das Haus mit seinen fünf Etagen wird über das mittelalterliche Leben, das Wirken des Reformators Andreas Bodenstein, auch Karlstadt genannt, und manche Sage erzählt. Die Besucher werden mit Livemusik unterhalten und kulinarisch von den Vereinsmitgliedern versorgt.

Im Rahmen des Hermsdorfer Straßenfestes findet am Sonntag um 16.30 Uhr in der St. Salvator Kircheein Konzert mit dem Vokalensemble „Klangheimlich” statt. Im Anschluss gibt es eine Kirchenführung. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird freundlich gebeten.

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