Weiter Streit über Schulstart-Regelungen in Thüringen - Voigt und Tiesler fordern Klarheit

red
Die CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Mario Voigt.

Die CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Mario Voigt.

Foto: Frank Kalla

Eisenberg/Kahla/Erfurt.  Der Kurswechsel beim Schulstart nach den Ferien sorgt weiter für Debatten. Notfalls soll das Gesundheitsamt eine Lageeinschätzung vornehmen, so der Abgeordnete Tiesler.

„Die neuerliche Kehrtwende der Thüringer Landesregierung in der Frage des Präsenzunterrichts nach den Weihnachtsferien lässt Schulen und Familien ratlos zurück. Die Schulleitungen im Saale-Holzland-Kreis werden gezwungen, ohne rechtssichere Kriterien auf eigene Verantwortung zu entscheiden, was in der ersten Schulwoche passiert“, kritisieren die CDU-Landtagsabgeordneten Stephan Tiesler und Mario Voigt die vom Thüringer Bildungsministerium veröffentlichten Informationen zum weiteren Schulbetrieb kritisiert.

„Zahlreiche empörte Rückmeldungen von Eltern, Lehrern und Schulleitern zeigen, wie angespannt die Stimmung ist. Was die Landesregierung hier macht, führt zu Wut und Verunsicherung bei allen Beteiligten“, warnte Voigt.

Schulleitungen nicht Ursache des Problems

Er appellierte an Eltern und Schulleitungen im Landkreis, sich durch die schwierige Situation nicht aufstacheln zu lassen. „Schulen und Familien müssen jetzt zusammenstehen. Jedem muss klar sein: Die Schulleitungen sind nicht die Ursache des Problems.“

Gegebenenfalls müsse das Gesundheitsamt im Saale-Holzland-Kreis eine Lageeinschätzung geben, wenn die Landesregierung bei ihrer Ankündigung bleibe, sich diesbezüglich aus der Verantwortung zu stehlen, forderte Stephan Tiesler.

Unklarheiten, welche Schulen öffnen

Die Landesregierung hatte kurz vor Weihnachten, entgegen den gesetzlichen Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes, Schulschließungen und Distanzunterricht bis Mitte Januar angekündigt, kam aber offenbar erst jetzt zu dem Schluss, dass dies rechtlich überhaupt nicht möglich ist.

Nach den Vorstellungen des Bildungsministeriums sollen nun die Schulen im Saale-Holzland-Kreis selbst die Infektionslage bewerten und eigenständig entscheiden, ob sie Präsenzunterricht anbieten oder nicht. Eltern und Schulen könnten nun überhaupt nicht mehr planen, weil nach dem Willen der Regierung erst kurz vor Schulstart am 5. Januar klar sein werde, welche Schulen überhaupt und wie öffnen werden.

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