Wie seniorenfreundlich ist Eisenberg?

Eisenberg.  Zum ersten Seniorenstammtisch am 22. Januar soll die Umfrage des Seniorenbeirates zu diesem Thema ausgewertet werden.

Der Seniorenbeirat der Stadt Eisenberg wollte von den älteren Einwohnern wissen, wie seniorenfreundlich die Stadt ist. Stadtmanager Max Nottrodt (links) und Frank-Dieter Lindner, stellvertretender Vorsitzender im Seniorenbeirat, haben die Ergebnisse vorgestellt.

Der Seniorenbeirat der Stadt Eisenberg wollte von den älteren Einwohnern wissen, wie seniorenfreundlich die Stadt ist. Stadtmanager Max Nottrodt (links) und Frank-Dieter Lindner, stellvertretender Vorsitzender im Seniorenbeirat, haben die Ergebnisse vorgestellt.

Foto: Susann Grunert

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Was bewegt die älteren Bürger von Eisenberg? Das wollte der Seniorenbeirat in Form einer Umfrage von den Bürgern „Ü 60“ wissen. „Wir haben dafür rund 600 Fragebögen verteilt“, sagt der stellvertretende Vorsitzende, Frank-Dieter Lindner. Mit dem Rücklauf von 252 Stück sei er zufrieden: „Das Ergebnis ist natürlich nicht repräsentativ, gibt aber einen guten Überblick über die Stimmungen und Meinungen der älteren Bürger.“

Umfrageergebnisse werden in den nächsten Tagen auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht

Die Auswertung der Befragung soll am 22. Januar die Grundlage für den ersten Eisenberger Seniorenstammtisch bilden. „Wir werden die Ergebnisse schon zuvor auf unserer Internetseite veröffentlichen, zum Stammtisch wird die Auswertung auch ausliegen“, sagt Stadtmanager Max Nottrodt, der die Diskussion zusammen mit Frank-Dieter Lindner leiten wird. Zudem wird Bauamtsleiterin Gabriele Daßler zum Stammtisch für Fragen zur Verfügung stehen.

Dieses neue Angebot für Senioren passe ideal in die städtische Strategie, Bürger bei Entscheidungen stärker zu involvieren. „Wir wollen wegkommen von Veranstaltungen, bei denen nur aufgezählt wird, was alles schlecht ist“, meint Max Nottrodt. Lösungsorientierte Bürgerbeteiligung sei das Ziel. „Wir bemühen uns, Fragen gleich vor Ort zu beantworten, nehmen aber auch gerne Sachen mit, um sie an die richtigen Stellen weiterzuleiten.“

Öffentliche Toiletten und Ruhemöglichkeiten werden gefordert

Mit dem Fragebogen habe man vor allem erfahren wollen, welchen Problemen Senioren in der Stadt begegnen, vor allem, wenn sie in ihrer Mobilität oder durch Erkrankungen eingeschränkt sind. „Hier steht an erster Stelle das Fehlen von öffentlichen Toiletten im Allgemeinen und Behindertentoiletten im Speziellen“, heißt es in der Auswertung. Nur am Markt befindet sich eine öffentliche Toilette, die allerdings nicht behindertengerecht ist. „Das Problem ist uns bekannt und spielt unter anderem bei der Planung für den neuen Busplatz auch eine Rolle“, versichert Max Nottrodt. Zudem sei die Stadt in dieser Frage auch um kurzfristigere Lösungen bemüht.

Als zweithäufigstes Problem nannten die Senioren fehlende Ausruhmöglichkeiten im Stadtgebiet. „Zum Teil fallen die Antworten natürlich sehr subjektiv aus“, sagt Frank-Dieter Lindner, der sich diesbezüglich auf dem Steinweg umgesehen hatte und dort genügend Bänke vorfand. Als konkrete Vorschläge für weitere Sitzbänke nannten Senioren aber zum Beispiel den Bereich zwischen Mittelganghaus und Awo in der Biberacher Straße oder vor dem Mittelganghaus in Richtung Penny-Markt.

Ein Dauerthema: Der fehlende Gehweg zum Friedhof in der Mühlenstraße

Als ernstes Problem bewerten die älteren Bürger zudem den Zustand einiger Gehwege, konkret Teile der Klosterlausnitzer Straße, der Mühlbergstraße, der August-Bebel-Straße und der Bahnhofstraße. Schon viele Jahre wird zudem ein Gehweg in der Mühlenstraße gefordert, die zum Friedhof führt.

Zusammen mit den Bürgern sollen zum Stammtisch für die genannten und andere Probleme Lösungen gefunden werden. „Es ist ein Testballon“, ist man sich einig. Und nicht für jedes Problem könne man sofort eine Antwort parat haben. „Wir wollen mit unserer Veranstaltung auch Verständnis für die Abläufe in der Verwaltung wecken“, sagt Frank-Dieter Lindner. Manches dauere eben einfach länger.

Auf einen Blick

Laut dem Thüringer Landesamt für Statistik hatte Eisenberg zum Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 10.885 Einwohner, davon waren 3642 über 60 Jahre alt

Rund 600 Fragebögen, mit der Fragestellung, wie seniorenfreundlich Eisenberg ist, wurden an diese Zielgruppe verteilt, auch auf der städtischen Internetseite sind die Bögen abrufbar gewesen

252 Fragebögen sind beantwortet wieder zurückgekommen, die meisten aus der Altersgruppe 65 bis 75 Jahre

Als Probleme im Alltag wurden am häufigsten das Fehlen öffentlicher Toiletten und der schlechte Zustand einiger Gehwege genannt. Viele Senioren wünschen sich außerdem mehr Bänke als Ruhemöglichkeit in der Stadt

Die Auswertung der Senioren-Umfrage ist Thema zum ersten Seniorenstammtisch am Mittwoch, 22. Januar, ab 14 Uhr in Ute’s Seniorentreff, Zeilbäume 34

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.