Wie sieht die Zukunft für Eisenberg aus?

Eisenberg.  Die Kreisstadt will ihr Stadtentwicklungskonzept auf einen neuen Stand bringen mit Hilfe von Studenten aus Erfurt und mit Bürgerideen.

Ideen für die Umgestaltung von Roßplatz und Busplatz haben Studenten der Fachhochschule Erfurt für Eisenberg bereits entwickelt. Nun sollen FH-Studenten in die Arbeit an einem neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept für die Kreisstadt eingebunden werden. 

Ideen für die Umgestaltung von Roßplatz und Busplatz haben Studenten der Fachhochschule Erfurt für Eisenberg bereits entwickelt. Nun sollen FH-Studenten in die Arbeit an einem neuen Integrierten Stadtentwicklungskonzept für die Kreisstadt eingebunden werden. 

Foto: Angelika Munteanu

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Gutes und preiswertes Wohnen, Wirtschaft mit sicheren Arbeitsplätzen, Mobilität und saubere Umwelt, eine funktionierende Infrastruktur, Tourismus und Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen und Platz für alte Menschen – Wie sieht die Zukunft für das Mittelzentrum Eisenberg aus? Antworten auf diese Fragen soll eine Neuauflage des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) für Eisenberg geben. Das bestehende Konzept war am 17. Dezember 2009 vom Stadtrat beschlossen worden und gilt bis zu diesem Jahr. Jetzt soll es mit einer Fortschreibung auf einen aktuellen Stand gebracht werden – als Leitlinie für die Entwicklung der Kreisstadt in den nächsten zehn bis 15 Jahren.

Eisenberg als Praxisobjekt für 40 Studenten

Die Vorarbeiten für das Stadtentwicklungskonzept sollen gemeinsam mit Studenten der Fachhochschule Erfurt bewältigt werden, sagt Bürgermeister Michael Kieslich (CDU). 40 Studenten könnten ein komplettes Bachelor-Semester lang Partner für die Stadt sein und das wissenschaftliche Thema Integriertes Stadtentwicklungskonzept konkret und praxisnah in Eisenberg bearbeiten.

Stadtmanager Max Nottrodt, selbst Absolvent der FH Erfurt, erläutert dazu: „Die Fachhochschule will sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit verstärkt dem ländlichen Raum zuwenden, das kann Eisenberg gut nutzen.“ Aus der Zusammenarbeit mit der FH erhofft sich die Stadt ähnliche Effekte, wie sie bereits die Kleinstadtmanufaktur und die Studenten-Ideen zu Eisenbergs Innenstadt gebracht haben. Zudem – so der Bürgermeister – können die Studenten Eisenberg mit einem unverstellten und jungen Blick betrachten, der in die Zukunft gerichtet ist.

Die Öffentlichkeit solle unbedingt einbezogen werden, wenn das Stadtentwicklungskonzept auf einen neuen Stand gebracht wird. Die Ideen von Studenten und von den Einheimischen sollen öffentlich diskutiert werden. Auch dazu gebe es bereits gute Erfahrungen aus der bisherigen Zusammenarbeit mit der FH Erfurt, so Kieslich.

Die Kreisstadt funktioniert nur mit ihrem Umland

Auch das Umland hat die Kreisstadt für die Neuauflage ihres Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes im Blick. „Eisenberg als Kreisstadt und Mittelzentrum ohne die Region rundum funktioniert nicht“, sagt der Bürgermeister. Deshalb sollen zumindest die fünf von Eisenberg zu erfüllenden Gemeinden Hainspitz, Petersberg, Rauschwitz, Mertendorf und Gösen in die Arbeit am Konzept einbezogen werden. Eine erste Information an die Bürgermeister der Gemeinden hat es bereits gegeben. Die Zusammenarbeit bedürfe natürlich den Beschluss des jeweiligen Gemeinderates, so Kieslich. In Hainspitz beispielsweise hat Bürgermeister Jörg Lehmann den Rat in dieser Woche bereits informiert. Ein Beschluss soll voraussichtlich in der Gemeinderatsitzung am Monatsende gefasst werden. Auch die Gremien des Eisenberger Stadtrates sollen in den nächsten Tagen offiziell vom Bürgermeister informiert werden.

Die Arbeit der Fachhochschul-Studenten werde sich im Wesentlichen auf eine Bestandsaufnahme und die Beteiligung der Öffentlichkeit konzentrieren, sagt Kieslich. Die Ergebnisse der Studentenforschung sollen im Sommer präsentiert werden. Das ersetze nicht die Arbeit eines Planungsbüros. Diese könne aber zügiger erfolgen, wenn die Vorarbeiten und die Beteiligung der Öffentlichkeit bereits getan sind. Mit einer beschlussreifen Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzept für Eisenberg bis mindestens zum Jahr 2030 ist in etwa einem Jahr zu rechnen.

Zum Begriff: „Integrierte Stadtentwicklung“ heißt, dass Planungsprozesse nicht sektoral, sondern ganzheitlich gestaltet werden. Bei der Stadtentwicklung sind Siedlungsstruktur, Verkehr, Umwelt und soziale Belange im Zusammenhang zu betrachten, um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.

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