Zehn Prozent mehr Lohn bei Silbitz Group

Blick in den Schmelzbetrieb von Silbitz Guss.

Blick in den Schmelzbetrieb von Silbitz Guss.

Foto: Angelika Munteanu

Silbitz.  Haustarifabschluss der Gießerei gilt für 24 Monate.

Die IG Metall und die Geschäftsleitung von Silbitz Group haben eine neue Tarifvereinbarung getroffen. Der Haustarif sieht eine Lohnerhöhung von zehn Prozent in zwei Stufen, eine steuerfreie Einmalzahlung von 2100 Euro als Inflationsprämie sowie drei freie Tage für alle Beschäftigten vor. Die Vereinbarung gilt für 24 Monate und endet am 31. Dezember 2024.

„Der Abschluss liegt bei der Lohnerhöhung über dem Thüringer Flächentarif und zeigt, dass konstruktive Lösungen auch in angespannten Zeiten möglich sind. Beide Seiten bekommen durch die zweijährige Laufzeit die erwünschte Planungssicherheit. Mit dem starken Abschluss setzen wir unseren Kurs zur Angleichung des Betriebes an die Fläche fort, von der wir am Ende der Laufzeit im Eckentgelt nur noch 5 Prozent entfernt sein werden. Auch wenn Inflation und Energiepreise das Unternehmen aktuell stark belasten, hat es mit dem Tarifabschluss die Schlüsselfrage der industriellen Transformation im Blick: Durch gute Arbeit Personal zu halten und neues zu finden“, sagt Christoph Ellinghaus, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Gera und Jena-Saalfeld.

Unternehmen: Tarifliche Einigung mit langfristiger Perspektive

Torsten Tiefel, Geschäftsführer der Silbitz Group, ist ebenfalls zufrieden mit den Ergebnissen der Verhandlung. „Wir freuen uns, dass wir in diesen wirtschaftlich schwierigen und nahezu unvorhersehbaren Zeiten eine tarifliche Einigung mit langfristiger Perspektive abschließen konnten. Gemeinsam konnten wir einen guten Abschluss für alle Beteiligten erzielen und so in dieser historischen Ausnahmesituation mit ungekannten Inflationsraten und drohender Rezession Verantwortung für alle unsere Mitarbeiter, unser Unternehmen und den Industriestandort Silbitz übernehmen“ so Tiefel gegenüber der Redaktion. Die zusätzlichen freien Tage und die gewonnene Freizeit würden positiv von der Belegschaft aufgenommen werden.